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Erst beim Abfassen der Steuererklärung kommt man dahinter, wieviel Geld man sparen würde, wenn man gar keines hätte. — Fernandel (Quelle: hanse-steuer.de)

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Die taz berichtet über verschiedene Kritiker der Bahn und spricht von Hassliebe und gekränkter Zuneigung.

Tja, wieso Hassliebe?
Wahrscheinlich, weil die meisten Bahnnutzer erkannt haben, dass die Bahn als Verkehrsmittel besser (umweltfreundlicher, gemütlicher, schneller…) als das Auto ist. Andererseits stellen Sie sich dabei eine Bahn vor, die stets pünktlich, mit einfachen Tarif, mit verlässlichem (= regelmäßigem) Taktfahrplan, aufgeräumt mit funktionierenden Einrichtungen und freundlich ist.
Dennoch bleibt man im Zug, da es ja keine andere Alternative als das böse Auto gibt… (Sonst hätte die Bahn mit Ihren Pannenserien auch echte Probleme, was die Kundschaft angeht!)

PS: Ein weiterer Verband fehlt in der Aufstellung der taz: Der ökologische Verkehrsclub VCD, der z.B. mit seinem Bahntest ein fundiert-kritischer Bahnfreund ist.

Nachdem wir in mancher Woche zwischenzeitlich nicht einen Protest der Woche veröffentlicht haben – hier gleich zwei:
Zum einen ruft der Verkehrsclub Deutschland dazu auf, gegen die Minderalölwirtschaft zu protestieren und den Gefahren der immer komplizierter werdende Ölförderung vorzugehen. Weiter schreibt der VCD: “Wir brauchen die »grüne« Energiewende! Gerade im Verkehrsbereich ist die Abhängigkeit vom Öl besonders sichtbar − an jeder einzelnen Tankstelle. Es ist Zeit zum Umdenken und Umlenken. Für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik!”

Zum anderen warnt der BUND davor, dass Kanzlerin Merkel während des letzten Vorrundenspiels der deutschen Nationalelf ein Treffen mit den Energiekonzernen abhält, um erneut über Laufzeitverlängerungen zu sprechen. Die Atomkonzerne geben nach wie vor an, dass es sich bei der Atomkraft um eine Brückentechnologie handele, die zum Übergang auf Erneuerbare Energien benötigt würde. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Atomkraft ist viel zu unflexibel um die wetterbedingt schwankenden Stromeinspeisungen der Erneuerbaren Energien zu überbrücken. Dafür wird insbesondere Forschung für neue Speicherkonzepte und die Umstellung von Klein-Blockheizkraftwerken auf stromgesteuerte Produktion notwendig sein.

Nachdem der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) einen Bahntest zu Hemmnissen bei der Bahnnutzung herausgegeben hat, sah sich die Deutsche Bahn AG (DB) zu einer Pressemitteilung genötigt.
Der Tarifdschungel könne gar nicht so schlimm sein, wenn doch 80 bis 90 Prozent der Kunden mit rabattierte Karten unterwegs seien. Besonders interessant erscheint jedoch die Angabe der DB, dass Taktverbindungen im Regional- und Fernverkehr bereits umgesetzt seien. Ein Blick auf den Fahrplan einer beliebigen Umsteigerelation (z.B. Lüneburg-Berlin) zeigt, dass von einem vertaktetem Fahrplan kaum eine Rede sein kann.
Denn die Züge fahren nicht stündlich, nicht immer zur gleichen Minute, die Anschlüsse passen nicht immer und genau das ist es doch, was den Deutschlandtakt ausmacht, den der VCD fordert. Im o.g. Beispiel geht es sogar so weit, dass die beste Verbindung (Eurocity über Uelzen) nicht einmal täglich angeboten wird.

Bleibt zu hoffen, dass die DB auf Drängen des VCD nach der Einführung und Bewahrung der BahnCard 50 und der Zusammenführung der DB-Service-Hotlines auch Deutschlandtakt und Deutschlandtarif nach schweizer Vorbild umsetzen wird und nicht bloß von einem Taktfahrplan redet.

Bundesregierung muss eine Prämie auch für Benutzer des ÖPNV zahlen

In der heute von der Bundesregierung angekündigten Abwrackprämie für Alt-Fahrräder in Höhe von 250 Euro pro neugekauftem Rad sehen der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine längst überfällige Maßnahme. Die Zahlung der Prämie beim Kauf neuer Fahrräder sei ein gutes Beispiel umweltgerechter Konjunkturförderung. Damit ende die bisherige Praxis, durch den Steuerzahler allein den Erwerb von Autos subventionieren zu lassen. Die Umweltprämie für Fahrräder könne ab sofort beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden, angesichts von dessen aktuellen Computerproblemen jedoch am schnellsten und einfachsten über die Internetseite www.vcd.org/umweltpraemie_jetzt.html.

Das Manko der Auto-Abwrackprämie, eine Auszahlung nicht an ökologische Vorgaben geknüpft zu haben, könne nach Schätzungen der Verbände durch den Kauf von mindestens sechs Millionen Fahrrädern kompensiert werden. Umweltprämien für Fahrräder nützten nicht nur dem Klimaschutz, sie sparten auch die teilweise exorbitanten Nebenkosten der Autonutzung. Dies gelte insbesondere bei Kurzstreckenfahrten, wo das Rad dem Auto nicht nur in Sachen Fahrtzeit weit überlegen sei. Bei jedem Kaltstart schnelle der Spritverbrauch eines Pkw auf 30 Liter und mehr hoch.

Der Bundesvorsitzende des VCD, Michael Gehrmann, kritisierte die Bundesregierung für ihr verspätetes Umschwenken: “Die Autohersteller haben von der Politik bisher völlig falsche Signale bekommen. Das wahltaktisch motivierte Verlängern der Abwrackprämie führt dazu, dass die Autofirmen spätestens nach der Bundestagswahl wegen der noch größeren Zahl vorgezogener Käufe durch ein noch tieferes Tal der Tränen müssen. Und nicht jeder Hersteller findet dann Ölscheichs, die mit an deutschen Tankstellen eingenommenem Geld weiterhelfen. Wir hatten einen Autokanzler Schröder und haben nun eine Autoschrott-Kanzlerin Merkel. Will sie nicht als »Abwrack-Angie« in die Geschichte eingehen, muss sie jetzt umsteuern.”

Der BUND-Verkehrsexperte Werner Reh forderte die Ausdehnung der Prämienzahlung auch auf die Benutzer öffentlicher Verkehrsmittel: “Die Bezeichnung »Umweltprämie« wird erst dann stimmen, wenn tatsächlich alle Formen umweltfreundlicher Mobilität gefördert werden. Schließlich verursachen Fahrräder und der öffentliche Personennahverkehr im Vergleich zum Auto nur einen Bruchteil der Folgeschäden an Klima, Umwelt und Gesundheit.”

Nach Angaben der Verbände nutzen Autofahrer in Deutschland ihre privaten Pkw pro Tag durchschnittlich weniger als eine Stunde. Die Hälfte aller Autowege sei kürzer als sechs Kilometer. Fünf Prozent der Autofahrten lägen sogar unter einem Kilometer. Dabei säßen bei einem Leergewicht von durchschnittlich 1,2 Tonnen pro Pkw im Mittel 1,2 Menschen im Auto.

(Quelle: VCD)
PS: Einen schönen 1. April!

Der Verkehrsclub Deutschland e. V. (VCD) ruft dazu auf, jetzt eine Umweltprämie zu beantragen, die ihren Namen wirklich verdient. Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrädern sollen die Prämie erhalten, wenn Sie ihr altes Fahrrad oder Auto verschrotten und sich eine neue Fahrkarte oder Fahrrad kaufen.
Die Anträge der Mitmachaktion werden an das BAFA weitergeleitet und sollen auf den Protest der Verbraucher gegen die reine Förderung der ökologisch Überholten Automobilität hinweisen.
Umweltprämie jetzt!

Am Rande einer vom Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) initiierten Diskussionsveranstaltung um den Ölpreisanstieg in Lüneburg:
Eine der Besucherinnen, die zuvor auf der Seite derjenigen war, die nicht für eine Erweiterung des Busangebotes in den Abendstunden waren, sagte am Rande eines Gespräches sinngemäß:

Ich habe zwei Kinder, da kann ich nicht auf ein Auto verzichten.

Ich kann da nur sagen: “ich mach mir die welt, widewide wie sie mir gefällt.” Aber erst einmal von vorne:

  1. Auch in Deutschland kann man sehr gut ohne Auto leben – und das selbst mit Kindern.
  2. Wer gegen die Ausweitung des Busangebotes in einer Kleinstadt ist, sollte nicht damit argumentieren, dass man sowieso nicht ohne Auto leben kann.
  3. Es fördert die Gesundheit und den Orientierungssinn der Kinder, wenn diese nicht nur im Auto durch die Gegend kutschiert werden.
  4. Der Klimawandel verlangt Opfer. Das kleinste davon ist es sicherlich auf das Auto so oft wie möglich zu verzichten. Leider ist Autofahren derzeit immer noch zu günstig, so dass die Allgemeinheit die Kosten der Autofahrenden trägt und für die Autobesitzer kaum ein Anreiz zum stehenlassen greift. (Statt dessen wird lieber über den hohen Preis gejammert.)

Fazit:
Kinder brauchen kein Auto – alles andere ist ein Gerücht aus den Köpfen der Eltern.