written by Deutschland-Portal on
Jul 27, 2008
Auf der Sonenseite wird von Franz Alt die Forderung aus den Reihen der Koalitionsfraktionen nach der Rückkehr zur “alten Pendlerpauschale” kritisiert. Gegen die Verknappung der nicht-erneuerbaren Ressourcen helfen Steuergeschenke nach Ansicht von Alt nicht, statt dessen ist ein nachhaltiger Verkehr und verkehrsarme Siedlungsstrukturen notwendig.
Kritisch ist die derzeitige Regelung der Pendlerpauschale jedoch in folgenden Punkten:
- Wird Sie vermutlich vom Verfassungsgericht gekippt, da sie das objektve Nettoprinzip verstößt. Entgegen der Theorie der Politiker, die die derzeit gültige Regelung eingeführt haben und diese unter die Prämisse des “Werktorprinzips” gestellt haben, womit sie meinen, dass die Arbeitserbringung erst mit betreten des Firmengeländes beginnt und somit Kosten für den Weg dahin als privat eingestuft werden können, ist zu erwarten, dass das Verfassungsgericht auch den Weg zur Arbeit als beruflich veranlasst einschätzen wird. Folgerichtig müssten dann auch die gesamten Kosten in Rahmen der Steuerveranlagung berücksichtigt werden.
- Die derzeitige Regelung ist nicht ökologisch begründet, sondern dient lediglich der Haushaltssanierung. Dadurch werden gerade die Personen, die sich nicht umweltfreundlich verhalten und weite Strecken – zur Arbeit zurücklegen bevorteilt. (Unter der Maßgabe, dass die Pauschale höher als die tatsächlichen Kosten ausfällt.)
Sinnvoll währe also eine Neuregelung, die auch ökologische Aspekte berücksichtigt. Da eine Kappung der Ausgaben beim überschreiten einer bestimmten Kilometerzahl aus dem oben bereits genannten objektiven Nettoprinzip nicht in Frage kommt, bleibt nur eine Möglichkeit: Die Entfernungspauschale muss durch eine Erstattung der tatsächlichen Kosten für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ersetzt werden. Durch eine derartige Regelung könnten gegenüber dem Jahr 2006 268 Mio. € p.a. eingespart werden.