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Die einzige Drohung, die einem Deutschen Angst einjagt, ist die des sinkenden Umsatzes. — Heinrich Böll (Quelle: hanse-steuer.de)

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Wie die taz berichtet, hat der CDU-Landrat Herrmann Bröring im Emsland die Genehmigung für einen Geflügelmastbetrieb nicht vorgenommen. Tierschützer haben in Zusammenarbeit mit einem Umweltrechtler herausgefunden, dass gemäß der Bauvorschriften ein Konzept vorgelegt werden muss, wie die Tiere bei einem Brand gerettet werden können.
Während die Agrarindustrie die Forderung als “weltfremd” abtat, hoffen die Umweltschützer nun damit auch an anderer Stelle Mastbetriebe verhindern zu können.

Kommentar:
Erschreckend, wie wenig der Agrarindustrie ein Tierleben wert ist. Mehr als 20.000 Tiere kamen in den Niederlanden bei Bränden in Geflügelzuchbetrieben in den letzten fünf Jahren je Fall ums Leben! Doch das soll bitteschön die Industriealisierung nicht verhinden, die Forderung sei nämlich “nicht umsetzbar”.
Irrtum, liebe Massentierhalter! Es gibt einen Weg, den Tierschutz in der Landwirtschaft zu erreichen. Wir müssen endlich Weg von den Großbetrieben, zurück zu Familienbetrieben, die sich auch um das Wohl ihrer Tiere und nicht nur um den Geldbeutel sorgen machen…

Campact! ruft dazu auf Frau Landwirtschaftsministerin Aigner per Online-Protest zu bitten, den Anbau von genmanipuliertem Mais zu stoppen. Wie Campact! angibt, haben bereits 50.600 BürgerInnen von Landwirtschaftsministerin Aigner gefordert: “Verhindern Sie den Anbau von Gen-Mais!”

Zum Hintergrund:
Die genmanipulierten Pflanzen auf den Feldern einiger Landwirte führen zu Mehrkosten in allen übrigen landwirtschaftlich genutzten Flächen, die durch die Überwachung von Verunreinigungen anfallen. Neben den Kosten für die Prüfung der Lebensmittel kommt es darüber hinaus auch zu zusätzlichen Kosten für die Vernichtung von Lebensmitteln, bei denen Verunreinigungen festgestellt werden. So musste im letzten Jahr unter anderem Honig als Sondermüll vernichtet werden, wie die taz berichtete.

Jetzt mitmachen und genmanipulierte Pflanzen verhinden!

Wie Franz Alt berichtet hat der WWF den Ostsee-Anrainern in Bezug auf Ihre Maßnahmen zum Schutzt der gefährdeten Ostsee die Note “mangelhaft” ausgestellt.
Jedes Jahr werden in die Ostsee Nährstoffe aus der Landwirtschaft im Umfang von 1.000.000 Tonnen eingeleitet, die Folge: Algenblüte und Sauerstoffmangel. Auf ca. 42.000 m², ungefähr der Fläche Dänemarks, ist der Meeresboden dauerhaft ohne Sauerstoff. Tiere können in diesen Regionen nicht überleben.
Die Ostsse ist von Einleitungen besonders betroffen, da sie keinen großen Zugang zu den Meeren hat, so dass es zu getrennten Wasserschichten kommt, die nur selten durchmischt werden.

Diese Forderung hatte Umweltminister Gabriel (SPD) wohl an seinen Kollegen Seehofer (Landwirtschaftsminister, CSU) gestellt. Doch der blockte nach Angaben des Greenpeace-Magazins ab. Seehofer ist der Ansicht, dass Landwirte grundsätzlich im Einklang mit der Umwelt wirtschaften.
Das nicht immer zutrifft dürfte allgemein bekannt sein. Schade, dass sich so manche, für die Allgemeinheit logische Tatsache, nicht bis in die Köpfe der Politiker hochgearbeitet hat…

Worüber Gerichte heutzutage entscheiden müssen, kann man oft nur den Kopf schütteln. Das Pestizide kein Kochsalz sind, dürfte ja wohl jedem klar sein, der noch bei Verstand ist. Für den Verband der Pestizidindustrie stellte es jedoch kein Problem dar, zu behaupten, dass „Nach dem Maßstab von Greenpeace .. allerdings auch Kochsalz verboten werden [müsste].“

Gegen diese Verharmlosung der Pestizide zog Greenpeace vor Gericht und gewann nach eigenen Angaben wie erwartet den Prozess. Urasche für die Aussage der Pestizidhersteller war eine Studie, nach der Greenpeace nachgewiesen hatte, dassannähernd die Hälfte der Pestizide besonders schädlich für Mensch und Umwelt sind.

Das Magazin FOCUS titelt: Kein Herz für Deutschlands Honigsammler. Es geht um das Insektenvernichtungsmittel „Poncho“ von Bayer, das den Wirkstoff Clothianidin enthält. Dieser hat im Frühjahr für mindestens 11.500 Bienenvölker den sicheren Tod bedeutet. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zog im Mai die Zulassung zurück, jetzt wurde das Mittel jedoch erneut zugelassen, jedoch nicht mehr für Mais.
Die Imker Demonstrierten gegen die Zulassung und betrauerten den Tod von 33 Mio. Bienen. Sie verlangen ein Verbot des Mittels, wie es in Frankreich nach Gesprächen mit den Imkerverbänden auch umgesetzt wurde.