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Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen. — Kurt Marti

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Die Welt moniert die Unregelmäßigkeiten der Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energieen Wind und Sonne und freut sich, dass es noch Atom und Kohlestrom gibt…

Kommentar
Der Artikel liest sich, als ob der Autor direkt von der Kohle- und Atomstromlobby bezahlt wurde. Das die derzeitige Netzsituation nicht zukunftsfähig ist, dürfte jedem klar sein. Dass Atomenergie wg. der schlechten Regelbarkeit keine Ergänzug zu den erneuerbaren Energien darstellen kann ebenfalls.
Im Winter scheint weniger Sonne – und nun? Dem Autor fällt nichts besseres ein, als auf den erneuerbaren Energien rumzuhacken, weil sie eine “Schönwettertechnologie” sind. Tatsächlich fehlt es in unseren Stromnetzen an Speicherkapazitäten und flexiblen (Bio-)Gaskraftwerken, um die Schwankungen der Stromproduktion durch Fotovoltaik und Windkraft auszugleichen. Wenn die Gaskraftwerke dann – sinnvoller Weise auch – für Wärmeerzeugung genutzt werden können die Mindermengen an Solarstrom auch über die Gaskraftwerke ausgeglichen werden, die ja sowieso wg. der notwendigen Heizenergie mehr laufen müssen. Denn leider funktioniert die Sonne dann weder zur Stromerzeugung, noch zur (Außen-)Wärmeerzeugung…

Die Website www.ausdenaugenausdemsinn.de macht auf die Problematik der Endlagerung von CO2 aufmerksam. Die Atomkonzerne möchten hier, wie bereits beim Atommüll, die Haftung für evtl. Risiken auf den Staat übertragen. Dagegen kann man auf der Website protestieren und sich über die Hintergründe informieren.

Die Kampange erklärt die Systematik, mit der die Energiekonzerne die Haftungsfreistellung fordern mit einem Video.

Auf YOUTUBE wurde von der Seite Thisisreality.org ein Werbespot für “saubere Kohle” eingebracht. Dieser zeigt eindrucksvoll “wie sauber” die Kohle – trotz des ganzen Greenwashings der Kohlelobby wirklich ist…

Weg von Kohlestrom? Wechseln Sie jetzt!

greenpeace hat ein Gesetz zum Austieg aus der Kohleverstromung vorgelegt. Demnach soll bis zum Jahr 2040 der Ausstieg aus der Erzeugung von Kohlestrom erfolgen. Durch die Regelung soll den Stromkonzernen bewusst gemacht werden, wie schädlich Kohlekraftwerke sind. Darüber hinaus werden Investitionen in solche Kraftwerke sich in den nächsten Jahren immer weniger lohnen, da die Laufzeiten immer kürzer werden.
Ein guter Schritt in die richtige Richtung wäre also die Umsetzung dieses Gesetzes. Eine andere Alternative wäre die stärkere Besteuerung aller externen Kosten bei der Stromerzeugung (Klimawandel durch CO2 und Abwärme, Strahlenbelastung, Schadstoffe, Erwärmung der Flüsse mit Kühlwasser usw.), denn dadurch wären die regenerativen Energien sofort wettbewerbsfähig.

Mit der Seite klimaunterschrift.vattenfall.de, wollte Vattenfall sein Schmuddelimage ablegen und die Bevölkerung zu Unterschriften gegen den Klimawandel aufrufen. Die Seite ist zwar noch online. Wesentlich objektiver gestaltet ist jedoch die Seite von Greenpeace, die unter www.klimaunterschrift-vattenfall.de zu erreichen ist.
Hier werden die seit Jahresbeginn von Vattenfall emitierten Tonnen CO2 angegeben – bis zum 16.11.2008 sind mehr als 74 Mio. zusammengekommen. Und der Countdown läuft weiter.
Deshalb ruft Greenpeace auf seiner seite z. B. zum Wechsel des Stromanbieters auf!
Original:
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Fälschung:
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Greenpeace fordert in seiner Studie “energy (r)evolution” den sofortigen Stopp von Kraftwerksneubauten für Atom- und Kohlestrom. Weltweit sei bis zum Jahr 2050 ein Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch von 80% möglich.
Heute müssen entsprechende Investitionen getätigt werden, um ein entsprechendes Wachstum zu erreichen. Die Genossenschaft Justa-Tero eG im Archiv möchte möglichst viele Bürgerenergieprojekte verwirklichen und hofft auf weitere Mitglieder. Bereits ab 200 € ist eine Beteiligung möglich. Je mehr Menschen sich beteiligen, um so schneller kann das Atom- und Kohlezeitalter beendet werden.

Wie Germanwatch im KlimaKompakt Nr. 60 berichtet, wurden britische Greenpeace-Aktivisten, die den Schornstein des Kraftwerks Kingsnorth (e.on) mit einer Parole beschrifteten, von einem britischen Gericht freigesprochen. Grund für den Freispruch war die Annahme, dass die Aktion einer „lawful excuse“ (gesetzmäßige Rechtfertigung) zugrunde liegt. Denn den Betreibern des Kraftwerks und auch der britischen Regierung, die durch den Spruch angesprochen wurde, ist die schädliche Wirkung der CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken seit Jahren bekannt, ohne das dagegen etwas unternommen wurde.
James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute of Space Studies, war für die Gerichtsverhandlung am Strafgerichtshof von Maidstone in Kent als Zeuge geladen und sagte unter anderem folgendes aus: “Die Erkenntnis, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, um Leben und Besitz der gegenwärtigen und der kommenden Generationen zu schützen, spielten unzweifelhaft eine Rolle in der Entscheidung der Angeklagten zu handeln, wie sie gehandelt haben.“

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet kritisieren Greenpeace, Bundesumweltministerium und Bündnis 90/Die Grünen die halbstaatliche Energieagentur dena. Sie soll im Auftrag von RWE und e.on ein 100.000 € teures Gutachten über die Versorgungssicherheit vorgelegt haben. Dabei sind nach Angaben des Bundesumweltministeriums überhöhte Stromverbrauchszahlen angesetzt worden.
Eine Studie von Greenpeace (PDF) widerlegt die Angaben der dena. Tatsächlich bestehe in 2020 keine Stromlücke von 15, sondern eine Überkapazität von 12 Großkraftwerken.

Wenn Greenwashing und Lobbyismus nicht mehr reichen, kann man sich ja immer noch seine eigene Statistik fälschen…

Bei einer Demonstration wurde ein Kameramann des Portals graswurzel.tv wie in einem Video zu sehen von der Polizei angegriffen und der Presseausweis entwendet.
Aktionen des zivilen Ungehorsams, die oft die einzige Möglichkeit der Bevölkerung sind, ihre Mehrheitsmeinung gegen die von Lobbyverbänden gesteuerte Politik durchzusetzen, führen Regelmäßig zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt, die die Position der Lobbyisten verteidigen soll.
So wurde z.B. auf der Demonstration gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm – entgegen anderer Anweisungen – mit dem Wasserwerfer über Brusthöhe gezielt, so dass ein Demonstrant schwere Verletzungen am Auge davontrug. Diesem wurde anschließend die notwendige Hilfeleistung verweigert, er durfte nicht zum bereitstehenden Rettungswagen gehen.
Auch in Hamburg wurden zum Schutz der Baustelle des Atom- und Kohlekonzerns Vattenvall ein massives Polizeiaufgebot mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Tränengas eingesetzt. Dabei wurden nicht nur die Demonstranten sondern auch der anwesende Vertreter der alternativen Presse gewaltvoll von dem Platz der Auseinandersetzung vertrieben.

Kohlekraftwerke sind Klimakiller, dennoch versuchen die großen Energiekonzerne diese als notwendig und teilweise sogar umweltfreundlich darzustellen. So auch Vattenfall beim Projekt Moorburg (siehe PDF-Broschüre).
Während also Vattenfall für sein Kohlekraftwerk mit einem Wirkungsgrad von maximal 61% mit dem markigen Spruch: “Ab 2012 spart unser neues Kraftwerk Moorburg rund 2.300.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.” wirbt, werden bei kleinen Erdgas-Blockheizkraftwerken Wirkungsgrade von ca. 95% erzielt. Wer also auf die von Vattenfall favorisierte Großtechnologie in Kohle setzt, spart keinesfalls CO2 ein, sondern schleudert mit 8.500.000 Tonnen CO2 im Jahr noch mehr davon in die Luft! Und damit nicht genug: Dazu kommen noch 6.000 Tonnen Stickoxide, die den Hamburgern einen Strich durch das Erreichen der ab 2010 geltenden Grenzwerte verunmöglichen wird.

Der BUND betreibt eine Kampagne, um Hamburgs Grüne – allen voran deren Umweltsenatorin Hajduk – aufzufordern, wie vor dem eingehen der Koalition mit der CDU geplant weiter gegen das Kohlekraftwerk zu kämpfen. Hier mitmachen und den Protest der Woche zum Erfolg verhelfen!