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Drei Menschen können ein Geheimnis bewahren, wenn zwei von ihnen tot sind. — Benjamin Franklin

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Dieser Tage kann man in diversen Medien Leserbriefe rund um das Thema Benzinpreis finden. Die Leser beschweren sich darin über “Abzocke an der Tankstelle” o.ä.. Auch das Gerücht Autofahrer seien die “Melkkühe der Nation” hält sich beständig.

Sicherlich werden die Öl-Multis, Spekulanten und andere am Benzin eine ordentliche Stange Geld mitverdienen. Jetzt jedoch Angst davor zu haben, dass “Tanken zum Luxus wird”, ist fehl am Platze. Durch die E10-Einführung, die die Autoindustrie der Regierung gegenüber als Beitrag zur CO2-Minderung propagiert hat, ist es zwar zu Preiserhöhungen beim Superbenzin gekommen, dies wird jedoch auf Grund der Problematik um den Klimawandel und noch mehr durch den Umstand, dass Öl eine endliche Ressource ist, nicht der letzte Stand der Preise sein.
Die Politik muss sich daher Gedanken machen, wie der Treibstoff bereits vor dem zu erwartenden extremen Anstieg bei einer zukünftigen Ölknappheit so besteuert werden kann, dass die Autofahrer zum Umdenken angeregt werden, bevor es zu spät ist. Dadurch würde es auch möglich, einen größeren Teil der durch die Automobilität entstehenden gesellschaftlichen Kosten (Feinstaubbelastung, Klimawandel usw.) durch Steuern zu decken. Darüber hinaus muss überlegt werden, wie in Zukunft allen Bürgern, trotz weiter steigender Treibstoffpreise, eine angemessene Mobilität (insbesondere mit Bus und Bahn) ermöglicht werden soll.
Viel drängender als der Benzinpreis ist jedoch ein anderes Problem: Solange Straßenneubauprojekte wie die A39, mit zukünftigen Ölpreisen kalkuliert werden, die weniger als der Hälfte des aktuellen Preises entsprechen (1)/(2), wird im Straßenbereich ein Überangebot bereitgestellt und der notwendige Ausbau des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs vernachlässigt. Die Bevölkerung wird folglich nicht frühzeitig auf die anstehenden Änderungen vorbereitet, sondern von der zukünftigen Entwicklung überrannt werden.

(1) “Obwohl der Ölpreis heute schon bei knapp 70 US-Dollar liegt, kalkuliert der Bundesverkehrswegeplan, der zurzeit aktualisiert wird, nach Vorgabe des Bundesverkehrsministeriums mit einem Ölpreis von maximal 42 US-Dollar pro Barrel für das Jahr 2020.” – Quelle: http://www.allianz-pro-schiene.de/personenverkehr/studie-steigende-oelpreise-befluegeln-das-bahnfahren/

(2) Ölpreis der letzten 12 Monate zwischen 74,93 USD und 114,81 USD; Tagespreis 98,40 USD; jeweils bezogen auf den WTI-Preis – Brent deutlich teurer – Quelle http://www.finanzen.net/rohstoffe/oelpreis

Diesmal war es ein Festbeitrag eines Vorstandsmitgliedes der RWE Power AG, der den Greenpeace Lügendetektor ausschlagen ließ.
In dem Vortrag teilte Matthias Hartung den anwesenden Bergingenieuren mit, dass der Klimawandel ja evtl. doch nicht menschengemacht sei und daher die vielen Investitionen in Alternativen reine Geldverschwendung darstellen könnten.
Immerhin gab die Pressestelle von RWE an, dass der Vortrag „nicht zu ernst nehmen“ sei, doch schließlich habe „niemand den hundertprozentigen Beweis“ für den Zusammenhang erbracht. (Was vermutlich erst geht, wenn man nach der Katastrophe die Zusammenhänge erforscht.)
Solange also, biss es nicht hundertprozentig klar ist, dass die RWE mit ihren Kohlekraftwerken einer der Hauptverursacher des Klimawandels aus deutscher Sicht ist, versucht man sich – wie so oft – in schönfärberei man will schließlich vorRWEggehen. – In die Klimahölle?

Mit der Seite klimaunterschrift.vattenfall.de, wollte Vattenfall sein Schmuddelimage ablegen und die Bevölkerung zu Unterschriften gegen den Klimawandel aufrufen. Die Seite ist zwar noch online. Wesentlich objektiver gestaltet ist jedoch die Seite von Greenpeace, die unter www.klimaunterschrift-vattenfall.de zu erreichen ist.
Hier werden die seit Jahresbeginn von Vattenfall emitierten Tonnen CO2 angegeben – bis zum 16.11.2008 sind mehr als 74 Mio. zusammengekommen. Und der Countdown läuft weiter.
Deshalb ruft Greenpeace auf seiner seite z. B. zum Wechsel des Stromanbieters auf!
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Wie die FTD berichtet, haben sich schon einen Tag nach der Zusage der Bundesregierung, die KfZ-Steuer für Neuwagen zwei Jahre lang auszusetzen die Unternehmen der Luftfahrtbranche zu Wort gemeldet, dass Sie ebenfalls von der Finanzkrise betroffen seien und staatliche Unterstützung benötigen.
Der Author des FTD-Artikels hofft indes, dass die Bundesregierung den Fehler, den sie bei der KfZ-Branche begangen hat, nicht noch einmal wiederholt. Denn in einer Rezession werden früher oder später alle Unternehmen die Hand aufhalten. Das kann sich der Staat nicht leisten.
Doch was in der teilweise hitzigen Debatte untergeht: Es ist nicht nur ein Problem, dass dem Staat das Geld ausgeht. Die Abschaffung der KfZ-Steuer für Neuwagen ist auch aus ökologischer Sicht völlig kontraproduktiv. Wenn, dann hätte man für alle Fahrzeuge unter einem bestimmten CO2-Grenzwert ein Aussetzen der Steuer verantworten können. Diese jedoch pauschal abzuschaffen ist ökologisch unsinnig und höchstens als Konjukturprogramm zu vestehen.
Doch was nützt uns ein Konjukturaufschwung, wenn dadurch nur die Probleme des Klimawandels forciert werden?

Al Gore und seine Klikaschutzanhänger haben auf einem Treffen in Amsterdam festgestellt, dass die Finanz- und Klimakrise durch das kurzfristige Profitdenken im heutigen Kapitalismus bedingt sind. Investoren seien nicht bereit zu investieren, wenn ein Projekt einen Anfangsverlust mit sich bringt. Dadurch wird der Blick auf die Zukunft verbaut.
Franz Alt sieht daher eine gute Gelegenheit bei der Geldanlage besonders über Zukunftsinvestitionen, wie zum Beispiel erneuerbare Energien, nachzudenken.

Ein Grasswurzelprojekt im Bereich der erneuerbaren Energien ist die Genossenschaft Justa-Tero (Archiv.org), die zum Ziel hat möglichst viele dezentrale Energieanlagen zu betreiben.

Sicherlich ist die derzeitige Krise der Finanzmärkte ein Problem für die Weltwirtschaft insgesamt. Sicherlich ist es sinnvoll dagegen etwas zu unternehmen – besser noch dafür zu sorgen, dass so etwas nicht noch einmal passiert und doch: Irgendetwas fehlt.
Ja, genau: Vor lauter Abschreibungen bei den Banken, Kursstürzen an der Börse und Turbulenzen auf den Währungsmärkten wurde ein weitere Opfer des bisherigen Wirtschaftens fast föllig vergessen: Das Klima!
Franz Alt fragt deshalb nach: “Wo bleibt der Rettungsplan für das Weltklima?”

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet haben Forscher des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung herausgefunden, dass der Klimawandel wesentlich schneller voranschreitet, als bisher angenommen. Die Forscher erwarten in diesem Jahrhundert nunmehr einen Meeresspiegelansteig von einem Meter, während der Weltklimabericht (IPCC) noch maximal 59 Zentmeter erwartete.

Bis zu 80% der Emissionen – zum Stand des Jahres 1990 – müssen eingespart werden, um einen weiteren Anstieg der Treibhausgase und damit der Temperaturen zu verhindern. Doch leider hat es auch 36 Jahre nachdem Dennis Meadows über “Die Grenzen des Wachstums” schrieb und Jahre nach dem Kyoto-Protokoll noch keine nennenswerten Maßnahmen seitens der Poltik gegeben.
Wie Franz Alt berichtet könnte das lange Abwarten letzlich zu unkalkulierbaren Gegenmaßnahmen, wie der Düngung der Meere mit Eisen führen, deren Risiken noch nicht absehbar sind. Diese müssten dann, nach den Aussagen britischer Forscher, in Kauf genommen werden, um die schlimmeren Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern.
Problematisch ist, dass nach wie vor die Kipppunkte des Klimas unbekannt sind. Forscher wurden in diesem Jahr von dem starken Rückgang des arktischen Eises überrascht – damit hatten sie erst zwischen 2040 und 2060 gerechnet.

Wie der Focus berichtet, hat das Kioto-Protokoll eine Fatale Wirkung. Da Aufforstungsmaßnahmen – zu Zwecken der CO2-Einsparung – im Rahmen der “Clean Developement Mechanisms” (CDM) gefördert werden, die Nicht-Abholzung der Wälder jedoch nicht kommt es zu einem perversen Vorgang:
Der intakte Wald wird gerodet, um ihn dann zum erzielen von CO2-Zertifikaten aufzuforsten. Verkehrte Welt! Zu befürchten ist, dass sich durch diese Regelung nicht nur weitere Regenwälder vor dem Abgrund befinden, sondern auch, dass die vermeintliche CO2-Einsparung durch neue Wälder nicht erfolgen kann. Denn: Durch das Rohden gelangt eine nicht unerhebliche Menge CO2 in den Umlauf!

Diese Forderung hatte Umweltminister Gabriel (SPD) wohl an seinen Kollegen Seehofer (Landwirtschaftsminister, CSU) gestellt. Doch der blockte nach Angaben des Greenpeace-Magazins ab. Seehofer ist der Ansicht, dass Landwirte grundsätzlich im Einklang mit der Umwelt wirtschaften.
Das nicht immer zutrifft dürfte allgemein bekannt sein. Schade, dass sich so manche, für die Allgemeinheit logische Tatsache, nicht bis in die Köpfe der Politiker hochgearbeitet hat…

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