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Damit unsere Sprache nicht noch mehr militarisiert wird, müssen wir aufpassen wie die Schießhunde. — Friedrich Nowottny

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Auf YOUTUBE wurde von der Seite Thisisreality.org ein Werbespot für “saubere Kohle” eingebracht. Dieser zeigt eindrucksvoll “wie sauber” die Kohle – trotz des ganzen Greenwashings der Kohlelobby wirklich ist…

Weg von Kohlestrom? Wechseln Sie jetzt!

RWE ist Stammgast beim Klimalügendetektor des Greenpeace-Magazins. Diesmal mit dem Titel “RWE: Vorweg gehen im Schildkrötentempo”.
Gemeint ist die Kampagne der RWE, bei der die Firma sich durch den Neubau einer “Windfarm” als Retter der Galappagosinseln hinstellt.

Nur: Der Investitionsanteil der RWE zu dem Projekt liegt unter ferner liefen und erreicht nicht einmal 1,5% des jährlichen Werbebudgets, mit dem (unter anderem) auf dieses Projekt hingewiesen wird.
Unabhängig von der Anzeigenkampagne zeigt sich: RWE prahlt zwar mit ökologischen Vorteilen und versucht damit das Weglaufen der Kunden zu unabhängigen Ökostromanbietern zu verhindern. Tatsächlich bleibt es aber oft beim Prahlen – wirklicher Einsatz für nachhaltige Energie sieht anders aus!

Ob Sie wollen oder nicht, die Kernenergie verfolgt Sie so lange, bis auch Sie anderen Parolen glauben. Z.B. bei Zeit.de: Zeit.de
Wenn Sie den Link dann tatsächlich folgen, weil er zunächst nicht wie eine Werbung der Atomlobby, sondern vielmehr wie ein Forum zu Energiefragen, dann sind Sie in der Parolenfalle gelandet.
Hier wird Ihnen dann per Gehirnwäsche klargemacht, dass wir ohne Atomkraft nicht leben können.
kernenergie.de

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet blamieren sich Daimler und die als Greenwasher allseits bekannte RWE diesmal gemeinsam mit einer Klimalüge.

Das Projekt “e-mobility Berlin”, das beide Firmen als “klimafreundlich” und “Beitrag zum Umweltschutz” anpreisen geht, nach Berechnungen von Greenpeace, nach hinten los. Verbraucht ein derzeitiger smart-Diesel bereits 88 Gramm CO2 je Kilometer, sind es – beim Strommix von RWE von 2007 – stolze 113 Gramm!

Folge: Wer umweltfreundlich mit einem Elektroauto fahren will und nicht nur eine Verlagerung der Emissionen anstrebt, sollte zu Ökostrom greifen!

Gleich dreimal schafft es EON auf die Seite des Klimalügendetektors und liegt damit gleichauf mit RWE vor dem Drittplatzierten Vattenfall (1):

Fall 1: Kraftwerk Staudinger – die Klima-Mogelpackung
Eon bewirbt seine neuen Kohlekraftwerke als “Sprung nach vorn: Unsere Energie der nächsten Generation”. Tatsächlich produziert EON damit mehr CO² am geplanten Standort.

Fall 2: WasserKraft: Alter Strom in neuen Schläuchen
Viele umweltbewusste Verbraucher sind bereit mehr für umweltfreundlich erzeugten Strom zu zahlen. Dass wissen auch die großen Energieerzeuger. EON versucht diese Kenntnisse geschickt zu Kapital zu machen. Mit dem ohnehin produziertem Strom aus Wasserkraft wirbt man um diese Klientel – mit einem Preis der knapp unter dem der anderen Ökostromanbieter liegt. Und wo ist der Haken?
Ganz einfach: Im Gegensatz zu anderen Ökostromanbietern ändert sich beim Angebot von EON nichts an der Stromproduktion. Lediglich die Verteilung wird anders geregelt. Während die Wasserkraftkunden in Zukunft zu 100% aus (bereits vorhandener) Wasserkraft beliefert werden, erhalten die anderen einfach ein bisschen mehr Kohle- und Atomstrom. Zu einer Wende auf dem Energiemarkt trägt dieses Angebot auf jeden Fall nicht bei.

Fall 3: Lügen bis das Imaga stimmt
In einer Anzeigenkampagne wirbt EON für seinen Strom aus einem (geplanten) Gezeitenkraftwerk. Problem: Es liegt keine Baugenehmigung vor, die behauptete Einzigartigkeit der Anlage ist nicht gegeben und die Werbekampagne für das Greenwashing ist teurer als die Investitionen ins Kraftwerk…

Fazit: Wenn auch in der ein oder anderen Zeitung gelegentlich (größere oder kleinere) Enten auftauchen – die Anzeigenkampagnen der Energiekonzerne stellen so einiges in den Schatten.

Das Braunkohle-Forum hat eine sehr eigenwillige Definition von Kohlenstoffdioxid:

Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid ist ein Produkt des Kohlenstoffs. Es entsteht bei vielen natürlichen Prozessen, wird aber auch bei der Verbrennung fossiler Energieträger frei. CO2 ist ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre mit einem Anteil von knapp 0,04 Prozent. Zusammen mit anderen Treibhausgasen (z.B. Methan) verhindert es, dass zu viel Wärme in den Weltraum zurückstrahlt, und sorgt somit für die zum Leben notwendigen Temperaturen auf der Erde.

Schon interessant, wie man als Lobbyist die Wirklichkeit so lange verdrehen kann, bis es einem selbst genehm ist…
Falsch ist die Aussage zwar nicht, jedoch schon lange nicht mehr zeitgemäß. Die Evolution begann mit einer wesentlich höheren CO2-Konzentration, als sie heute auf der Erde anzutreffen ist. Allerdings gab es damals keine “atmenden Lebewesen” und die Temparaturen waren wesentlich höher. Heute ist ein Anstieg des CO2 – und anderer Treibhausgase – fatal: Er führt zum Klimawandel, der letztendlich die Lebensgrundlagen aller Lebewesen verändert.
Welche Folgen der Klimawandel haben wird, kann noch niemand genau vorhersagen – eines ist aber klar: Wir müssen und auf gravierende Änderungen unserer Lebenssituation einstellen:

  • Der Anstieg des Meeresspiegels (0,85 cm [derzeitige Schätzung für 2085] bis 66 m [bei Abschmelzen der Gletscher von Grönland und Antarktis erreichter Anstieg]) führt dazu, dass dicht besiedelte Küstengebiete im Meer versinken. Wichtige Anbauflächen werden untergehen oder versalzen und ganze Inselstaaten von der Landkarte verschwinden.
  • Die vermehrt auftretenden Unwetter gefährden in den verbliebenen Anbaugebieten die Lebensmittelproduktion. Ob es gelingen wird die Landwirtschaft so anzupassen, dass die Erträge trotz der Klimaänderungen für die Ernährung einer immer noch steigenden Weltbevölkerung ausreichen, ist fraglich.
  • Für Deutschland rechnet man mit ganzjährig steigenden Temperaturen und steigender Regenmenge im Winter. Im Sommer geht der Niederschlag dagegen zurück, was zu sinkenden Erträgen in der Landwirtschaft und Wüstenbildung (in Brandenburg) führen wird.

Das Verhalten der Kohlelobby ist unter diesen Gesichtspunkten unverantwortlich. Als Folge des Klimawandels wird es zu Opfern in der Bevöllkerung kommen. Fraglich ist daher, ob es sich bei der Verharmlosung dieser Risikotechnologie nicht um fahrlässige Tötung gemäß § 222 StGB handelt. Prüfen wir doch einmal die Tatbestandsmerkmale:

  • Fahrlässigkeit liegt vor, da ein Töten nicht bewusst (bzw. gezielt) erfolgte aber durch die Auswirkungen des Handelns in Kauf genommen wird.
  • Der Tod eines Menschen wird vom Umfang der Auswirkungen sicherlich nicht einmal annähernd die Tragweite der Fehlentscheidungen, die wir jetzt treffen, beschreiben: Die Todeszahlen werden wohl eher jährlich in die Zehntausende gehen!
  • Verursacht wird der Tot durch das fahrlässige Tun, wenn er ohne dieses nicht eingetreten wäre. Das bedeutet, dass für den Fall dass durch die Einschränkung der CO2-Emissionen die Opferzahlen sinken, was als erwiesen anzusehen ist, das bewusste nicht-senken der CO2-Emissionen ursächlich für die Todesfolge ist.

Die Tatbestandsmerkmale der fahrlässigen Tötung, z.B. durch den Neubau von Kohlekraftwerken, können damit als erfüllt angesehen werden. Somit könnte man auch die Lobby, die für den Bau von Kohlekraftwerken arbeitet und damit zur oben genannten fahrlässigen Tötung beiträgt, als kriminelle Vereinigung im Sinne von § 129 StGB ansehen, wenn ihr Hauptzweck die – oben als Straftat beschriebene – Unterstützung des Neubaus von Kohlekraftwerken darstellt.

Die Atomlobby betreibt unter ihrem Portal Klimaschutzer.de ein Greenwashing der übelsten Art. Das schlimme daran: Die Köpfe der CDU haben die Lobbyisten bereits erreicht. Dort wird seit einiger Zeit der “Ausstieg aus dem Ausstieg” proklamiert.
Die Atomlobby stellt auf Ihren Portal die Atomkraftwerke Deutschlands als Klimaschützer dar. Gezeigt werden grüne Wiesen und schöne Flüsse – im Hintergrund ist dann als “Klimaschützer der Woche” ein Atomkraftwerk zu sehen. Die CO2-Emissionen werden dabei – wieder besseren Wissens mit 0 Gramm je Kilowattstunde angegeben. Völlig unberücksichtigt bleibt auch der Effekt der Erderwärmung durch den für Kühlzwecke produzierten Wasserdampf, der in die Atmosphäre geblasen wird.

Obwohl die europäischen Atomanlagen als die weltweit sichersten gelten, kommt es immer wieder zu Zwischenfällem. Zuletzt gestern als im französischen Atomkraftwerk Tricastin 30.000 Liter radioaktive Flüssigkeit ausgetreten sind (siehe tagesschau.de).

Gerne verschweigt die Atomlobby ein ganz anderes Problem:
Nicht nur die Endlagerungsfrage ist unlösbar, da die Materialien teilweise Halbwertzeiten von mehreren Generationen haben. Ein weiteres, ebenfalls gravierendes Problem, ist die tägliche Belastung die durch den Abbau des Urans entsteht. Dabei werden neben den strahlenden Abraum, aus dem das Uran gewonnen wurde, und durch die zur Lösung des Urans verwendeten Chemikalien (z.B. Schwefelsäure) strahlende und toxische Seen und Berge. Bei Dammbrüchen und anderen Katastrophen kommt es dabei immer wieder zu massiven Umweltschäden.