Britische Greenpeace-Aktivisten freigesprochen
written by Deutschland-Portal on Okt 17, 2008
Wie Germanwatch im KlimaKompakt Nr. 60 berichtet, wurden britische Greenpeace-Aktivisten, die den Schornstein des Kraftwerks Kingsnorth (e.on) mit einer Parole beschrifteten, von einem britischen Gericht freigesprochen. Grund für den Freispruch war die Annahme, dass die Aktion einer „lawful excuse“ (gesetzmäßige Rechtfertigung) zugrunde liegt. Denn den Betreibern des Kraftwerks und auch der britischen Regierung, die durch den Spruch angesprochen wurde, ist die schädliche Wirkung der CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken seit Jahren bekannt, ohne das dagegen etwas unternommen wurde.
James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute of Space Studies, war für die Gerichtsverhandlung am Strafgerichtshof von Maidstone in Kent als Zeuge geladen und sagte unter anderem folgendes aus: “Die Erkenntnis, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, um Leben und Besitz der gegenwärtigen und der kommenden Generationen zu schützen, spielten unzweifelhaft eine Rolle in der Entscheidung der Angeklagten zu handeln, wie sie gehandelt haben.“
