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Politik ist die Kunst, stets neue Gründe für neue Steuern zu entdecken. — Helmar Nahr (Quelle: Hanse-Steuer.de)

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Wie Germanwatch im KlimaKompakt Nr. 60 berichtet, wurden britische Greenpeace-Aktivisten, die den Schornstein des Kraftwerks Kingsnorth (e.on) mit einer Parole beschrifteten, von einem britischen Gericht freigesprochen. Grund für den Freispruch war die Annahme, dass die Aktion einer „lawful excuse“ (gesetzmäßige Rechtfertigung) zugrunde liegt. Denn den Betreibern des Kraftwerks und auch der britischen Regierung, die durch den Spruch angesprochen wurde, ist die schädliche Wirkung der CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken seit Jahren bekannt, ohne das dagegen etwas unternommen wurde.
James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute of Space Studies, war für die Gerichtsverhandlung am Strafgerichtshof von Maidstone in Kent als Zeuge geladen und sagte unter anderem folgendes aus: “Die Erkenntnis, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden, um Leben und Besitz der gegenwärtigen und der kommenden Generationen zu schützen, spielten unzweifelhaft eine Rolle in der Entscheidung der Angeklagten zu handeln, wie sie gehandelt haben.“

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet kritisieren Greenpeace, Bundesumweltministerium und Bündnis 90/Die Grünen die halbstaatliche Energieagentur dena. Sie soll im Auftrag von RWE und e.on ein 100.000 € teures Gutachten über die Versorgungssicherheit vorgelegt haben. Dabei sind nach Angaben des Bundesumweltministeriums überhöhte Stromverbrauchszahlen angesetzt worden.
Eine Studie von Greenpeace (PDF) widerlegt die Angaben der dena. Tatsächlich bestehe in 2020 keine Stromlücke von 15, sondern eine Überkapazität von 12 Großkraftwerken.

Wenn Greenwashing und Lobbyismus nicht mehr reichen, kann man sich ja immer noch seine eigene Statistik fälschen…

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet blamieren sich Daimler und die als Greenwasher allseits bekannte RWE diesmal gemeinsam mit einer Klimalüge.

Das Projekt “e-mobility Berlin”, das beide Firmen als “klimafreundlich” und “Beitrag zum Umweltschutz” anpreisen geht, nach Berechnungen von Greenpeace, nach hinten los. Verbraucht ein derzeitiger smart-Diesel bereits 88 Gramm CO2 je Kilometer, sind es – beim Strommix von RWE von 2007 – stolze 113 Gramm!

Folge: Wer umweltfreundlich mit einem Elektroauto fahren will und nicht nur eine Verlagerung der Emissionen anstrebt, sollte zu Ökostrom greifen!

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet wurden durch Grönländische Fischer ca. 30 Narwale getötet. Kreuzfahrttouristen hatten die Kadaver der Tiere entdeckt und fotografiert.
Zwar dürfen die Ureinwohner Wale für den Eigenbedarf fangen, hier ging es jedoch lediglich um die mit ca. 1.300 € handelbaren Stoßzähne der Tiere. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie Franz Alt berichtet hat eine von Greenpeace und Global2000 veröffentlichte Studie aufgedeckt, dass 700 der Grenzwerte zu hoch sind. Insbesondere bei Kindern drohen akute und chronische Gesundheitsschäden.

Schade, dass hier wieder die wirtschaftlichen Interesse dem Schutz der Bevölkerung vorgehen.

Worüber Gerichte heutzutage entscheiden müssen, kann man oft nur den Kopf schütteln. Das Pestizide kein Kochsalz sind, dürfte ja wohl jedem klar sein, der noch bei Verstand ist. Für den Verband der Pestizidindustrie stellte es jedoch kein Problem dar, zu behaupten, dass „Nach dem Maßstab von Greenpeace .. allerdings auch Kochsalz verboten werden [müsste].“

Gegen diese Verharmlosung der Pestizide zog Greenpeace vor Gericht und gewann nach eigenen Angaben wie erwartet den Prozess. Urasche für die Aussage der Pestizidhersteller war eine Studie, nach der Greenpeace nachgewiesen hatte, dassannähernd die Hälfte der Pestizide besonders schädlich für Mensch und Umwelt sind.

In unserer neuen Rubrik “Protest der Woche” stellen wir ab sofort einmal in der Woche eine Protestaktion einer Nicht-Regierungs-Organisation vor und fordern unsere Leser zur Mitwirkung auf. Wir hoffen, dass durch die dadurch gestiegene Aufmerksamkeit und Fokussierung auf einen Protest zur Zeit die Wirksamkeit der Aktionen steigt.

In dieser Woche geht es um die Befreiung von Greenpeace-Aktivisten, die in Japan einen Skandal um illegales Walfleisch aufgedeckt haben. Nachdem die Staatsanwaltschaft das Verfahren um die illegalen Fleischverkäufe einstellte, wurde das Greenpeace-Büro in Japan sowie die Wohnungen von zwei Aktivisten durchsucht. Die beiden Mitarbeiter sind seit mehr als 14 Tagen ohne Anklage in Haft. Neben Demonstrationen vor Botschaften und bei einer Feier der deutsch-japanischen Gesellschaft, ruft Greenpeace dazu auf Protestbriefe an den japanischen Premierminister zu schreiben.

Bitte beteiligt euch an der Protestaktion, um den weltweiten Druck der Bürgergesellschaft spürbar zu machen. Danke.

Greenpeace-Protestseite
Walschützer freilassen!

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