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Die Zukunft sagt man am Besten voraus, indem man sie erfindet. — Alan Curtis Kay

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RSA Animate erklärt die Finanzkrise bei Youtube. Wie zu befürchten war ist es ein systemisches Problem des Kapitalismus, dass die Lösung einer Krise oft zur nächsten führt.
Doch wie entkommen?

Wie die Kaupthing Edge mitteilt, werden in den nächsten Wochen die ersten 20.000 Kunden, die Ihre Formulare zur Auszahlung bereits eingesandt haben, ihr Geld zurück erhalten. Die Zahlungen erfolgen “aus Sicherheitsgründen” zeitversetzt.
Die übrigen 14.000 Kunden werden nach Eingang ihrer Formulare ebenfalls berücksichtigt. Welche Bank mit den Zahlungen beauftragt wurde blieb das Geheimnis der Kaupthing Edge.

Wie die Kauphting Edge auf Ihrer Website berichtet sollen Sparer der deutschen Niederlassung der isländischen Kaupthing Bank im Laufe des Monats Post aus Island erhalten. Darin werden die Daten zur Auszahlung abgestimmt.
Die Einlagen der Sparer gelten dabei als bevorrechtigte Ansprüche und werden zu 100 % erstattet. Zinsen wird es vermutlich weder für 2008 noch für 2009 geben da diese nicht als bevorrechtigt gelten.

Unserer Auffassung nach völlig zu Unrecht wurden die Sparer der Bank, denen Zinsen von über 5 % für Tagesgeld angeboten wurden wie Finanzjongleure beschimpft. Dies wird um so deutlicher, wenn man dem die Renditeerwartung von Bankchef Ackermann gegenüberstellt: 25 %. Bei der Kaupthing wollten Sparer wohl vor allem ein finanzielles Polster zur Seite legen, das in der Krise bei Fonds nicht gut aufgehoben war. So ergibt die Auswertung des Betroffenenforums das ca. 85% der Anleger unter der Grenze für die Einlagensicherung von ca. 21.000 € lagen. Finanzhaie sehen anders aus.

Noch in der Woche des Moratoriums warb die KaupthingEdge “als eine der führenden Banken Europas” mit ganzseitigen Anzeigen für Ihre guten Zinsen von 5,65% mit dem Claim “Zinsen auf hohen Niveau. Vertrauen auf lange Sicht.” Das Vertrauen der Kleinanleger – auch auf die europäische Einlagensicherung – wurde bitter enttäuscht.
Seit mehr als einem halben Jahr warten die Sparer der KaupthingEdge in Deutschland nun auf eine Zugriffsmöglichkeit auf ihre Guthaben. Das Portal vorgeworfen, Auszahlungen an die Kunden zu blockieren. Ursächlich dafür scheint der Umstand, dass 20% der Kundengelder durch die DZ-Bank “beschlagnahmt wurden”. In diesem Zusammenhang kritisierte der Verbraucherzentralen Bundesverband (vzbv) das vorgehen von Bank und Behörden, das zu Lasten der Anleger gehe.
Am Mittwoch isländische Regierung gestern überraschend mitteilte, will die deutsche Niederlassung der KaupthingBank die Einlagen der deutschen Kunden noch diesen Monat zu 100% erstatten. Man bedauert, dass der Prozess wegen verschiedener Komplikationen länger gedauert hat, als bislang geplant.
Die Kunden der Bank sollen in Kürze Post erhalten, in der die Rückzahlungsmodalitäten angekündigt werden – auf den Zinsforderungen werden sie vermutlich sitzen bleiben.

Auf den Seiten des Kundenforums findet sich eine deutsche Übersetzung der Mitteilung.

Wie wir bereits am 11. Oktober 2008 und 21. November 2008 berichteten, wurde über die deutsche Niederlassung (Kauphting Edge) der islandischen Kaupthing Bank wurde am 09. Oktober 2008 ein Zahlungsmoratorium durch die deutsche Finanzaufsicht über die Kauthing Edge verhängt.
Auch in anderen europäischen Staaten, in denen die Bank aktiv war, kam es zu ähnlichen Schritten. Dort hatten jedoch die Anleger einen entscheidenden Vorteil: Die Staaten (z. B. Österreich und Finnland) sorgten durch Staatskredite an Island dafür, dass die privaten Anleger ausgezahlt werden konnten. Auf eine Vergleichbare Lösung wartet man in Deutschland leider noch vergeblich. Ein entsprechender Aufruf des Verbraucherzentralen Bundesverbandes verpuffte ungehört.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) verweit in Ihrem FAQ an das Bundesfinanzministerium und zurück. Viel neues erfährt man dort nicht. Immerhin soll die Bank – vermutlich bis Ende April – eine erste Tranche von 80% der Anlegergelder zurückzahlen und plane wohl eine Auszahlung von 100%. Bis wann diese Summen tatsächlich ausgezahlt werden steht noch in den Sternen. Die Seite der BAFin deutet auf gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen der deutschen Seite, Kaupthing und der isländischen Regierung hin.
Auch die “letzten Nachrichten” der Kaupthing Edge, stammt die letzte Nachricht nunmehr vom 12. März 2009 und zeigt immerhin ein Gefühl des bedauerns für die “harte Geduldsprobe” auf die man seine Kunden gestellt hat. Allerdings können die Kunden nicht damit rechnen Antwortschreiben von der Bank oder der isländischen Einlagensicherung zu erhalten. Man schreibt dort von Plänen zur Auszahlung, die wegen ihrer Kompliziertheit (und der dummen Presse?) nicht veröffentlicht werden. Und gibt zu bedenken, dass die Kunden “mit welcher Maßnahme auch immer, den Vorgang der Rückzahlung nicht beschleunigen können.”
Zwischenzeitlich versuchen einzelne Geschädigte, die sich in einem Forum zusammengeschlossen haben durch Kontakte zu Ministern und Bundestagsabgeordneten versucht auf der politischen Ebene Hilfe zu erhalten. Die Berichte über Gespräche unter anderem mit Finanzminister Steinbrück zeigen aktuell und Hautnah die Lage. Von deutscher Seite scheint bereits einiges unternommen worden zu sein, um die Auszahlung durch Darlehen zu ermöglichen, diese wurden bisher jedoch nicht angenommen.
Vorerst bleibt den Geschädigten daher wohl nur die Devise “abwarten und Tee trinken” übrig.

Alle Jahre wieder? Moment mal wir haben doch nicht mehr Weihnachten.
Ja – das stimmt! Aber: Ein neues Jahr beginnt und das Steuerrecht hat sich wie jedes Jahr geändert. Besonders interessant ist das ewige Hin- und Her bei der degressiven Abschreibung.

  • bis 2005:
    das Doppelte der linearen Abschreibung, maximal 20 %
  • 2006 und 2007:
    das Dreifache der linearen Abschreibung, maximal 30 %
  • 2008:
    keine degressive Abschreibung
    (Abgeschafft wg. Senkung des Körperschaftsteuersatzes auf 15%.)
  • 2009 und 2010:
    das 2,5-fachde der linearen Abschreibung, maximal 25 %
    (Eingeführt als Maßnahme im Rahmen des Konjukturpaketes gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise.)
  • ab 2011 (geplant):
    keine degressive Abschreibung

Wenn also das Gerücht stimmt und tatsächlich die meisten Bücher über Steuerrecht in Deutschland erschreinen, dann muss es nicht immer an der Kompliziertheit des Rechts an sich liegen. Grund könnten auch die zahlreichen und regelmäßigen Änderungen sein, die die Besteuerung zum Spielball der Politik machen.

Wie die Kaupthing-Edge Deutschland mitteilt, werden allen Kunden Kontostandsmeldungen mitgeteilt. Dabei gelten Transaktionen, die am 8. und 9. Oktober ausgeführt wurden nach wie vor als unklar. Vermutlich muss hier erst durch die BaFin geklärt werden, was mit den Geldern geschieht.

Wie wir berichteten sind die Konten der Niederlassung der isländischen Bank seit dem 9. Oktober nicht mehr für Kunden erreichbar. Die isländische Einlagensicherung hat zwar den Schadensfall anerkannt, wann die deutschen Kunden jedoch Geld erhalten können ist noch unklar. Nach einer Pressemitteilung der isländischen Mutter der Bank, die auch auf der isländischen Einlagensicherung veröffentlich wurde, bestehen Gespräche zwischen der BaFin, dem Bundesfinanzministerium und der Kaupthing Bank.
Noch können die deutschen Kunden also hoffen, dass Ihnen – ähnlich wie bereits in Österreich und Finnland – der deutsche Staat dabei hilft an ihr Geld zurückzukommen. Die beiden Staaten, in denen Kaupthing ebenfalls aktiv war, haben Island Kredite gewährt, mit denen ein Auszahlen der Kunden ermöglicht wurde.

Wie die FTD berichtet, haben sich schon einen Tag nach der Zusage der Bundesregierung, die KfZ-Steuer für Neuwagen zwei Jahre lang auszusetzen die Unternehmen der Luftfahrtbranche zu Wort gemeldet, dass Sie ebenfalls von der Finanzkrise betroffen seien und staatliche Unterstützung benötigen.
Der Author des FTD-Artikels hofft indes, dass die Bundesregierung den Fehler, den sie bei der KfZ-Branche begangen hat, nicht noch einmal wiederholt. Denn in einer Rezession werden früher oder später alle Unternehmen die Hand aufhalten. Das kann sich der Staat nicht leisten.
Doch was in der teilweise hitzigen Debatte untergeht: Es ist nicht nur ein Problem, dass dem Staat das Geld ausgeht. Die Abschaffung der KfZ-Steuer für Neuwagen ist auch aus ökologischer Sicht völlig kontraproduktiv. Wenn, dann hätte man für alle Fahrzeuge unter einem bestimmten CO2-Grenzwert ein Aussetzen der Steuer verantworten können. Diese jedoch pauschal abzuschaffen ist ökologisch unsinnig und höchstens als Konjukturprogramm zu vestehen.
Doch was nützt uns ein Konjukturaufschwung, wenn dadurch nur die Probleme des Klimawandels forciert werden?

Das es an den Aktienmärkten nicht immer logisch abläuft, ist dem ein oder anderen vielleicht schon früher aufgefallen, wie sonst erklärt es sich, dass gerade bei steigenden Kursen bzw. hohen Preisen weitere Aktien gekauft werden. Nun ist es wissenschaftlich bewiesen: Börsenmakler haben Probleme mit dem logischen Denken. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Gießen.

Quelle: Franz Alt

Al Gore und seine Klikaschutzanhänger haben auf einem Treffen in Amsterdam festgestellt, dass die Finanz- und Klimakrise durch das kurzfristige Profitdenken im heutigen Kapitalismus bedingt sind. Investoren seien nicht bereit zu investieren, wenn ein Projekt einen Anfangsverlust mit sich bringt. Dadurch wird der Blick auf die Zukunft verbaut.
Franz Alt sieht daher eine gute Gelegenheit bei der Geldanlage besonders über Zukunftsinvestitionen, wie zum Beispiel erneuerbare Energien, nachzudenken.

Ein Grasswurzelprojekt im Bereich der erneuerbaren Energien ist die Genossenschaft Justa-Tero (Archiv.org), die zum Ziel hat möglichst viele dezentrale Energieanlagen zu betreiben.

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