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Das Vaterland, die Ehre, die Freiheit? Keine Rede davon! Das Universum dreht sich um ein Paar Pobacken, das ist alles! — Jean-Paul Sartre

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Mit der Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) will die Bundesregierung die Bürger von den “zu hohen Subventionen” der Fotovoltaik entlasten. Die Neuregelung soll zum 1. Januar 2009 in Kraft treten und wurde in diesen Tagen vom Bundestag und Bundesrat beschlossen.
Den Kern der Debatte stellten die – vermeintlich zu hohen – Kosten der erneuerbaren Energien dar. So wird den Fotovoltaikherstellern vorgeworfen eine zu hohe Rendite einzuheimsen, statt die Kosten der Module zu senken. Gleichzeitig wird beklagt, dass die Module zum Teil aus Asien importiert werden und damit vor Ort keine Arbeitsplätze schaffen.
Vergessen wurden dabei vermutlich die ursprünglichen Ziele des EEG, nämlich die Erzeugung umweltfreundlicher Energie. Dies ist zwingend erforderlich, so fordert z.B. der NASA-Forscher James E. Hansen bis 2030 den kompletten Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle, um nicht den „Point of no Return“ des Klimawandels zu überschreiten.
Die Kürzung der Förderung für Fotovoltaik ist hier der falsche Weg. Unsere Bundeskanzlerin stellte sich zwar auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm als Klimaretterin dar – geschehen ist jedoch nichts. Statt das EEG so umzubauen, dass die Zukunftstechnologie Fotovoltaik eingeschränkt wird, sollte man lieber andere Wege gehen:

  • Eine Abwärmesteuer sollte dazu führen, dass alle neuen Kraftwerke nur noch in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden. Diese sollte dann langfristig für alle Kraftwerke gelten. Damit wird die direkte Auswirkung der Abwärme auf das Klima eingedämmt.
  • Der Emissionshandel muss international aufgestellt werden. Jeder Bürger erhält einheitliche Verschmutzungsrechte die handelbar sind.
    Da eine derartige Einigung bis auf weiteres nicht absehbar ist, sollte eine nationale (ggf. europaweite) CO2-Steuer eingeführt werden.
  • Atomkraftwerke müssen verpflichtet werden, sich in Höhe der geschätzten Schadenssummen zu versichern, statt nur 0,05% dieser Beträge zu versichern.
  • Die Kosten für die Endlagerung und Gesundheitsgefahren sind von den Kraftwerksbetreibern zu tragen.

Wenn die Regierung diese Forderungen erfüllt und somit auf die Subventionierung von Atom- und Kohlestrom verzichtet, kann auch das EEG abgeschafft werden – die konventionellen Energien wären sowieso teurer…

Die Atomlobby betreibt unter ihrem Portal Klimaschutzer.de ein Greenwashing der übelsten Art. Das schlimme daran: Die Köpfe der CDU haben die Lobbyisten bereits erreicht. Dort wird seit einiger Zeit der “Ausstieg aus dem Ausstieg” proklamiert.
Die Atomlobby stellt auf Ihren Portal die Atomkraftwerke Deutschlands als Klimaschützer dar. Gezeigt werden grüne Wiesen und schöne Flüsse – im Hintergrund ist dann als “Klimaschützer der Woche” ein Atomkraftwerk zu sehen. Die CO2-Emissionen werden dabei – wieder besseren Wissens mit 0 Gramm je Kilowattstunde angegeben. Völlig unberücksichtigt bleibt auch der Effekt der Erderwärmung durch den für Kühlzwecke produzierten Wasserdampf, der in die Atmosphäre geblasen wird.

Obwohl die europäischen Atomanlagen als die weltweit sichersten gelten, kommt es immer wieder zu Zwischenfällem. Zuletzt gestern als im französischen Atomkraftwerk Tricastin 30.000 Liter radioaktive Flüssigkeit ausgetreten sind (siehe tagesschau.de).

Gerne verschweigt die Atomlobby ein ganz anderes Problem:
Nicht nur die Endlagerungsfrage ist unlösbar, da die Materialien teilweise Halbwertzeiten von mehreren Generationen haben. Ein weiteres, ebenfalls gravierendes Problem, ist die tägliche Belastung die durch den Abbau des Urans entsteht. Dabei werden neben den strahlenden Abraum, aus dem das Uran gewonnen wurde, und durch die zur Lösung des Urans verwendeten Chemikalien (z.B. Schwefelsäure) strahlende und toxische Seen und Berge. Bei Dammbrüchen und anderen Katastrophen kommt es dabei immer wieder zu massiven Umweltschäden.

In einem Newsletter mach der Solarenergie Förderverein Deutschland auf ein Missverhältnis in den Forderungen der G8 in Japan aufmerksam:

Am 8.7.08 zwei Nachrichten vom G8-Gipfel in Toyako im Deutschlandfunk:

  • Der G8 Gipfel fordert verstärkte Investitionen in die Produktion von Erdöl, um den Preisanstieg beim Erdöl zu begrenzen
  • Der G8 Gipfel fordert die Halbierung des Treibhausgasausstoßes

Beide Forderungen werden gleichzeitig erhoben und widersprechen einander doch vollkommen: Mehr Produktion von Erdöl bedeutet mehr Verkauf von Erdöl, bedeutet mehr Verbrauch von Erdöl, bedeutet mehr Verbrennen von Erdöl, bedeutet MEHR Ausstoß von CO2.

Unsere Kanzlerin ist Physikerin. Sie weiß das natürlich, aber denkt sie auch immer daran, wenn sie die Richtlinien der Politik bestimmt?

Leider ist dies bei weitem kein Einzelfall – die Aussagen und Taten vieler Politiker stimmen häufig nicht überein.

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