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In seinen Träumen ist der Mensch ein Genie. — Akira Kurosawa

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Danke liebe Deutsche Bahn,
dass du heute bist gefahr’n.
Ein netter Zug wär’s noch gewesen
pünktlich durch den Schnee zu pesen.

Doch – da bin ich nunmal fair
mit dem Auto ging’s nicht mehr.
Aber – und das will ich kritisieren -
ich mag nicht auf dem Bahnsteig frieren.

Drum sag doch bitte früh Bescheid,
wenn der Zug ist eingeschneit.
Erst fünf Minuten, dann Zugausfall,
das glaub’ ich dir kein weit’res Mal.

Drum denk Bitte stets daran,
und zeig schnell die Verspätung an.
Nicht erst wenn er fahren soll,
wenn du’s weist, das wäre toll.

PS: Fahre zwar nie Auto, aber heute waren etliche Autofahrer mehr in Bus und Bahn unterwegs…

Manchmal stellt man sich als Fahrgast die Frage: “Ist nicht der echte Streik die Fehlbesetzung an der Bahnspitze?”
So konnte man heute (mit weniger Verspätungen als sonst) von Lüneburg zum Hamburger Hauptbahnhof fahren.
Was jedoch nicht geht: Einen Brief mit einer wegen einer Erstattung einzuschickenden Reservierung beim Service Point (=Dienstleistungsstelle ?) für die DB Fernverkehr – bahn.bonus Service, Frankfurt, abgeben. Dort wurde mitgeteilt, dass man nicht zuständig sei, weil man bei der DB Station & Service AG und nicht bei der DB Fernverkehr AG arbeite. Der Brief solle im Reisezentrum abgegeben werden. Dieses wurde jedoch bestreikt.
Auf Nachfrage, ob dies am Streik im Reisezentrum läge oder man Briefe generell nicht annehme, wurde dann erläutert, dass dies generell so sei – schließlich gäbe es keinen konzerninternen Botendienst.
Auf die Nachfrage hin, ob vielleicht ein Irrtum vorliege, und es sich nicht um einen *Service* Point handele, wurde bestätigt, dass es die richtige Stelle sei, allerdings keine Zuständigkeit vorliegt.

Ganz anders die Behandlung in der Lounge für Vielfahrer: Dort wurde der Brief gerne angenommen. Auf die Aussage hin, dass der Service Point diesen nicht angenommen habe kam die erstaunte Antwort: “Was? Streiken die etwa auch?!”

Weltweit fallen die Kurse an den Aktienmärkten, doch Bahnchef Mehdorn hält an seinem Kurs fest, die Bahn an die Börse zu bringen. Fahrgast- und Umweltverbände wittern einen Ausverkauf der Fahrgastrechte, fehlende Investitionen in die Netze und eine Foccusierung auf den schnellen Fernverkehr, statt des notwendigen Nahverkehrs.
Deshalb ruft campact! auf, die Minister Steinbrück und Tiefensee aufzufordern, den Bahn-Börsengang zu stoppen!

Jetzt mitmachen und Online protestieren!

Die FAZ bedauert im Feuilleton das “Ende einer Literatur”. Die Deutsche Bahn AG gibt in Zukunft kein Kursbuch mehr heraus.
Damit sind wir nun also alle dem nervigen Fahrkartenautomaten mit seinem grobmaschigen Touch-Sreen ausgeliefert. Viel Spaß beim tippen – vielleicht müssen Sie mehr als einen Zentimeter daneben drücken, damit Sie treffen, abder das bekommen Sie schon hin…

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