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Die Lebensqualität eines Menschen steht im direkten Zusammenhang mit seinem Nutzen, den er anderen stiftet, egal, in welchem Beruf er tätig ist. — Vince Lombardi

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Die Welt moniert die Unregelmäßigkeiten der Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energieen Wind und Sonne und freut sich, dass es noch Atom und Kohlestrom gibt…

Kommentar
Der Artikel liest sich, als ob der Autor direkt von der Kohle- und Atomstromlobby bezahlt wurde. Das die derzeitige Netzsituation nicht zukunftsfähig ist, dürfte jedem klar sein. Dass Atomenergie wg. der schlechten Regelbarkeit keine Ergänzug zu den erneuerbaren Energien darstellen kann ebenfalls.
Im Winter scheint weniger Sonne – und nun? Dem Autor fällt nichts besseres ein, als auf den erneuerbaren Energien rumzuhacken, weil sie eine “Schönwettertechnologie” sind. Tatsächlich fehlt es in unseren Stromnetzen an Speicherkapazitäten und flexiblen (Bio-)Gaskraftwerken, um die Schwankungen der Stromproduktion durch Fotovoltaik und Windkraft auszugleichen. Wenn die Gaskraftwerke dann – sinnvoller Weise auch – für Wärmeerzeugung genutzt werden können die Mindermengen an Solarstrom auch über die Gaskraftwerke ausgeglichen werden, die ja sowieso wg. der notwendigen Heizenergie mehr laufen müssen. Denn leider funktioniert die Sonne dann weder zur Stromerzeugung, noch zur (Außen-)Wärmeerzeugung…

Wie das Magazin Panorama berichtet, kassieren die Atromkonzerne durch einen von der Kohl-Regierung (CDU) 1984 geschlossenen unkündbaren Monopolvertrag über die Firma “Deutsche Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE)” an der Entsorgung Ihrer Abfälle auf Kosten des Steuerzahlers kräftig mit. Die Atomstromerzeuger halten über die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) 75% der Anteile an der DBE. Gemäß dem beim Unternehmensregister hinterlegen Konzernabschluss 2009 beträgt die Eigenkapitalrendite (ohne Einbeziehung von Gewinnrücklagen) stolze 57,6%.

(Nur zur Erinnerung: Die Bundesregierung hat die Solarstromvergütung gerade gesenkt, weil sich angeblich die Firmen eine goldene Nase verdienen. Dort lag die Rendite jedoch deutlich niedriger…)

Nach Angaben des Greenpeace-Magazins hofft die BI Lüchow-Dannenberg nun auf juristische Unterstützung, um gegen den Monopolvertrag vorgehen zu können. Insbesondere Befürchtet man um Gorleben, dass die Atomkonzerne auch noch am erwarteten Rückbau des Lages verdienen werden.

Das ist wieder einmal typisch: Nachdem die Atomlobby einerseits den Vorwurf erhebt, Solarstrom sei zu teuer, wollen die Betreiber der Atomkraftwerke sich nicht an den durch ihre Stromproduktion entstandenen Folgekosten beteiligen.
Unnötig zu erwähnen, dass Atomkraftwerke nicht ausreichend haftpflichtversichert sind – das ist schließlich ein alter Hut! Doch auch an den Lagerkosten der radioaktiven Abfälle der Kraftwerke möchten sich die Betreiber nicht beteiligen, wie das Greenpeace-Magazin berichtet.
Während die Betreiber beteuern einer Beteiligung nicht zuzustimmen, weil nur 20% des Abfalls überhaupt von Ihnen stammen, hat Greenpeace in einer Studie festgestellt, dass es sich statt dessen um 70% der Abfälle handelt.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass auch die Forschungsausgaben, die der Staat für Atomkraft getätigt hat, den Kraftwerksbetreibern indirekt zugute kamen, kommt man wahrscheinlich auf annähernd 100% der Abfälle.

Und was nützt uns diese Erkenntnis? Wie wäre es mit einem Ausschalten der Atomkraftwerke: Beziehen Sie erneuerbaren Strom oder besser noch – produzieren Sie ihn selbst. Das geht schon mit kleinen Beträgen, z. B. ab 300 € bei www.justa-tero.org im Internetarchiv.

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet kritisieren Greenpeace, Bundesumweltministerium und Bündnis 90/Die Grünen die halbstaatliche Energieagentur dena. Sie soll im Auftrag von RWE und e.on ein 100.000 € teures Gutachten über die Versorgungssicherheit vorgelegt haben. Dabei sind nach Angaben des Bundesumweltministeriums überhöhte Stromverbrauchszahlen angesetzt worden.
Eine Studie von Greenpeace (PDF) widerlegt die Angaben der dena. Tatsächlich bestehe in 2020 keine Stromlücke von 15, sondern eine Überkapazität von 12 Großkraftwerken.

Wenn Greenwashing und Lobbyismus nicht mehr reichen, kann man sich ja immer noch seine eigene Statistik fälschen…

Ob Sie wollen oder nicht, die Kernenergie verfolgt Sie so lange, bis auch Sie anderen Parolen glauben. Z.B. bei Zeit.de: Zeit.de
Wenn Sie den Link dann tatsächlich folgen, weil er zunächst nicht wie eine Werbung der Atomlobby, sondern vielmehr wie ein Forum zu Energiefragen, dann sind Sie in der Parolenfalle gelandet.
Hier wird Ihnen dann per Gehirnwäsche klargemacht, dass wir ohne Atomkraft nicht leben können.
kernenergie.de

Allen Atomlobbyisten zum Trotz haben Greenpeace und NABU berichtet, was Atomkraft den Steuerzahler kostet.

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet hat die Bundesregierung die Kosten der Atomkraft auf eine kleine Anfrage der Linkspartei bekanntgegeben. Seit 1974 beliefen sich die Kosten daher auf:

  • 6,25 Mrd. € für Kerntechnische Forschung
  • 10,25 Mrd. € für die Suche und Sanierung von Atomendlagern
  • 3,5 Mrd. € (in den kommenden Jahren) für Abwicklung des Reaktors Greifswald, Rückbau der Versuchswiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe sowie die Schließung der Atomlager Morsleben und Asse
  • 5 Mrd. € (zzgl. 1,3 Mrd. € in den kommenden Jahren) für die Schließung des Uranabbaugebietes Wismut

In den genannten Kosten ist die über tausende von Jahren notwendige Bewachung und Sanierung der Atommülllager noch nicht einmal enthalten. Daher ist noch von wesentlich höheren Kosten auszugehen.

Wie Franz Alt berichtet, fordert der NABU eine Gefahrenzulage auf die Atomstromproduktion, damit die Atomkonzerne endlich die tatsächlichen Kosten der Energieform tragen müssen. Dabei geht es vor allem um eine Vergütung der staatlichen Übernahme des Haftpflichtrisikos. Darüber hinaus fordert der NABU die Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber, die diese zum Großteil für Übernahmen anderer Unternehmen verwandt haben, endlich in die staatliche Hand zu überführen.

Während es für Mineralwasser, dass für Säuglinge zugelassen ist, bereits einen Grenzwert von 2 Mikrogramm je Liter gibt, fehlt dieser für Mineralwasser oder Leitungswasser noch.

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet, ist jedoch schon eine geringe Konzentration schädlich für die Niere. Zudem wird das Schwermetall, wie andere Schwermetalle auch, im Körper gespeichert.

Nun plant das Bundesgesundheitsministerium endlich einen Grenzwert, um die Bevölkerung vor den strahlenden und giftigen Altlasten der Atomlobby zu schützen, doch wann dieser kommt und wie hoch (bzw. niedrig) dieser sein wird, ist noch nicht bekannt. Bleibt zu hoffen, dass im Gesundheitsministerium die Interessen der Gesundheit überwiegen und nicht die der Atomlobbyisten…

Raus oder nicht raus, das ist die die Frage. Nachdem Clement die hessische Kandidatin für das Ministerpräsidentenamt in der Öffentlichkeit madig gemacht hat, weil sie im wohl für seine Arbeit als Aufsichtsrat der RWE Power zu kritisch gegenüber der Atomkraft eingestellt war.
Nach dem Beschluss der Schiedkommission, Clement auszuschließen ist nun in der Partei die Dabatte erst richtig entbrannt. Tragisch aber wahr – nur weil die CDU den (bei Gerichtsverfahren plötzlich) dementen Helmut Kohl weiter in Ehren hält, soll dies nun auch in der SPD für den ehemaligen Superminister gelten?
Müsste Clement nicht alleine schon wegen seiner Tätigkeit als Aufsichtsrat eines Atomstromherstellers ausgeschlossen werden? Schließlich ist der Atomausstieg Parteiprogram!

Wie der Lügendetektor des Greenpeace-Magazins berichtet, hat Erwin Huber am Wochenende in der Bild am Sonntag ein “Heimatgespräch” geführt bei dem es um Atomkraft ging.
Glaubt man dem Beitrag wohnt Huber direkt neben einem Atommeiler. Viel schlimmer sind jedoch die Unwahrheiten über die Atomkraft selbst, die Huber verbreitet. Laut Greenpeace hat der CSU-ler es geschafft in 3 Sätzen 4 Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten. Ein echtes Kunststück, dass wahrscheinlich nur wenigen Politikern gelingt. Es sind die bekannten Märchen über die Atomkraft:

  • Sicher
  • CO2-frei
  • heimische Energiequelle
  • preisgünstig

Das das alles nicht stimmt, dürfte nicht nur Huber klar sein. Dennoch war die CSU so frei und hat Teile dieser Punkte sogar auf Nachfrage bestätigt – mit teilweise kuriosen Begründungen…
Bleibt nur die Frage: Hat Huber schon einen Aufsichtsratsposten bei einem Atomstromerzeuger oder strebt er ihn erst für später an…?

Wie Franz Alt berichtet lässt sich das von CDU/ CSU und den Atomstromanbietern für den “Ausstieg aus dem Ausstieg” angeführte Argument, dass es international einen Boom an neuen Atomkraftwerken gebe und Deutschland hier nicht in die entgegengesetzte Richtung arbeiten dürfe, leicht wiederlegen.
Tatsache ist: In den Jahren 2006 bis zum zum 1. Halbjahr 2008 sind weltweit 40-mal soviel Kapazitäten in Windkraftanlagen geschaffen worden, wie durch neue Atomkraftwerke.
Lediglich in den süddeutsche Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern wird der weitere Windkraftausbau blockiert – hier dümpelt der Anteil bei 2 % rum, was aber nicht an mangelndem Interesse der Windenergiebranche liegt, sondern an der boykottierenden Haltung der Politik.

Wer Windkraftanlagen als “Verspargelung der Landschaft” diskreditiert, darf nicht vergessen was er damit für Folgen produziert:

  • Verschandelung der Landschaft durch Großkraftwerke (Kohle- und Atomkraftwerke)
  • Abhängigkeit von Importen (Kohle, Öl, Uran)
  • Steigende Preise wg. zurückgehender Quellen für Brennstoffe (Kohle, Öl, Uran)
  • Abhängigkeit von Konzernen statt dezentraler Stromproduktion
  • Weniger Arbeitsplätze
  • Verstärkung des Klimawandels (Kohle)
  • Todesfälle durch Normalbetrieb und Unfälle (Atomstrom)
  • Abnehmende bzw. eingestellte Stromproduktion im Sommer (fehlendes Kühlwasser)
  • Geringere Wirkungsgrade (Keine Nutzung der Abwärme bei Großkraftwerken)

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