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Wer die Wahrheit sagt, sollte sein Pferd gesattelt lassen. — kaukasische Weisheit

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Allen Atomlobbyisten zum Trotz haben Greenpeace und NABU berichtet, was Atomkraft den Steuerzahler kostet.

Wie das Greenpeace-Magazin berichtet hat die Bundesregierung die Kosten der Atomkraft auf eine kleine Anfrage der Linkspartei bekanntgegeben. Seit 1974 beliefen sich die Kosten daher auf:

  • 6,25 Mrd. € für Kerntechnische Forschung
  • 10,25 Mrd. € für die Suche und Sanierung von Atomendlagern
  • 3,5 Mrd. € (in den kommenden Jahren) für Abwicklung des Reaktors Greifswald, Rückbau der Versuchswiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe sowie die Schließung der Atomlager Morsleben und Asse
  • 5 Mrd. € (zzgl. 1,3 Mrd. € in den kommenden Jahren) für die Schließung des Uranabbaugebietes Wismut

In den genannten Kosten ist die über tausende von Jahren notwendige Bewachung und Sanierung der Atommülllager noch nicht einmal enthalten. Daher ist noch von wesentlich höheren Kosten auszugehen.

Wie Franz Alt berichtet, fordert der NABU eine Gefahrenzulage auf die Atomstromproduktion, damit die Atomkonzerne endlich die tatsächlichen Kosten der Energieform tragen müssen. Dabei geht es vor allem um eine Vergütung der staatlichen Übernahme des Haftpflichtrisikos. Darüber hinaus fordert der NABU die Rückstellungen der Atomkraftwerksbetreiber, die diese zum Großteil für Übernahmen anderer Unternehmen verwandt haben, endlich in die staatliche Hand zu überführen.

Wie der Lügendetektor des Greenpeace-Magazins berichtet, hat Erwin Huber am Wochenende in der Bild am Sonntag ein “Heimatgespräch” geführt bei dem es um Atomkraft ging.
Glaubt man dem Beitrag wohnt Huber direkt neben einem Atommeiler. Viel schlimmer sind jedoch die Unwahrheiten über die Atomkraft selbst, die Huber verbreitet. Laut Greenpeace hat der CSU-ler es geschafft in 3 Sätzen 4 Lügen und Halbwahrheiten zu verbreiten. Ein echtes Kunststück, dass wahrscheinlich nur wenigen Politikern gelingt. Es sind die bekannten Märchen über die Atomkraft:

  • Sicher
  • CO2-frei
  • heimische Energiequelle
  • preisgünstig

Das das alles nicht stimmt, dürfte nicht nur Huber klar sein. Dennoch war die CSU so frei und hat Teile dieser Punkte sogar auf Nachfrage bestätigt – mit teilweise kuriosen Begründungen…
Bleibt nur die Frage: Hat Huber schon einen Aufsichtsratsposten bei einem Atomstromerzeuger oder strebt er ihn erst für später an…?

Wie Franz Alt berichtet lässt sich das von CDU/ CSU und den Atomstromanbietern für den “Ausstieg aus dem Ausstieg” angeführte Argument, dass es international einen Boom an neuen Atomkraftwerken gebe und Deutschland hier nicht in die entgegengesetzte Richtung arbeiten dürfe, leicht wiederlegen.
Tatsache ist: In den Jahren 2006 bis zum zum 1. Halbjahr 2008 sind weltweit 40-mal soviel Kapazitäten in Windkraftanlagen geschaffen worden, wie durch neue Atomkraftwerke.
Lediglich in den süddeutsche Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern wird der weitere Windkraftausbau blockiert – hier dümpelt der Anteil bei 2 % rum, was aber nicht an mangelndem Interesse der Windenergiebranche liegt, sondern an der boykottierenden Haltung der Politik.

Wer Windkraftanlagen als “Verspargelung der Landschaft” diskreditiert, darf nicht vergessen was er damit für Folgen produziert:

  • Verschandelung der Landschaft durch Großkraftwerke (Kohle- und Atomkraftwerke)
  • Abhängigkeit von Importen (Kohle, Öl, Uran)
  • Steigende Preise wg. zurückgehender Quellen für Brennstoffe (Kohle, Öl, Uran)
  • Abhängigkeit von Konzernen statt dezentraler Stromproduktion
  • Weniger Arbeitsplätze
  • Verstärkung des Klimawandels (Kohle)
  • Todesfälle durch Normalbetrieb und Unfälle (Atomstrom)
  • Abnehmende bzw. eingestellte Stromproduktion im Sommer (fehlendes Kühlwasser)
  • Geringere Wirkungsgrade (Keine Nutzung der Abwärme bei Großkraftwerken)

Leider gibt es mit Ex-Kanzler und ZEIT-Herausgeber Schmidt einen weiteren Befürworter der Atomkraft. Wie Schmidt im ZEIT-Interview angibt, sieht er nicht ein, warum Deutschland als einziger Industriestaat auf diese riskante Technologie verzichten sollte. Schließlich hätten alle anderen Staaten sich nach Abwägung der Risiken für die Atomkraft entschieden.
Fraglich ist dabei, inwieweit die Kalkulation der Risiken in allen Staaten gründlich erfolgte. So hat eine Studie die Kosten für einen GAU in Deutschland auf 2,5 bis 5 Billionen (5.000.000.000.000) € beziffert. Nicht einmal ein Prozent dieser Kosten ist durch Haftpflichtversicherungen der betreiber gedeckt! Das Schmidt die Risiken der Atomkraft mit denen einer Liebesbeziehung vergleicht ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Bei einer Liebesbeziehung geht vielleicht eine Familie zu Grunde. Im Extremfall endet es mit einem Amoklauf. Dementgegen sterben jährlich Menschen an den Folgen der Strahlenbelastung durch Uranabbau, Kraftwerksbetrieb, Wiederaufarbeitung, diversen Transporten und Endlagerung, für den Fall eines GAUs in Deutschland ist mit Millionen von Toten zu rechnen…
Auch bei einem weiteren Argument irrt Schmidt, wenn er sagt: “Wir haben praktisch unseren Kohlebergbau aufgegeben, wir haben so gut wie kein Öl in unserem Boden, auch nicht vor unseren Küsten. Deshalb liegt es nahe, dass Deutschland einen Teil seiner Energie aus Kernkraft bezieht.” Denn anders als beim klimaschädlichen Kohlebergbau, der in Deutschland immer noch in betrieben wird, hat Deutschland die Produktion von Uran gänzlich eingestellt. Von Unabhängigkeit von Importen kann hier also keine Rede sein. Ein Problem in diesem Zusammenhang, dass gerne vergessen wird: Nicht nur der Preis für Öl steigt an der Börse. Auch der Uranpreis ist von 8 $ in 2001 auf 136 $ im Juni 2007 gestiegen. Zwar gab es danach einen Rückgang, vermutlich weil sich Rohstoff-Fonds verspekuliert haben, da die Produktion seit Jahren nicht die Höhe der Nachfrage erreicht kann mit einem dauerhaft niedrigem Uranpreis nicht gerechnet werden. Kraftwerksneubauten, wie sie einige Länder planen, verschmlimmern die Situation nur noch.

Wollen Sie weiterhin das Risiko für einen Atomunfall tragen?
Wollen Sie erneuerbare Energien benachteiligen?
Wollen Sie längere Laufzeiten oder gar neue Atommeiler?
Nein? Dann sollten Sie bei unserem Protest der Woche mitmachen.

Die Forderung nach einer Atomhaftpflicht für alle Atomkraftwerke kann die drei oben genannten Probleme lösen!

Jetzt online unterschreiben!

Noch mehr Informationen gefällig:

  • Risiko für einen GAU im deutschen Atomkraftwerkspark innerhalb einer 30-jährigen Betriebszeit: 2 %
  • Fläche dauerhafter Evakuierung: 10 000 km²
  • Schadenshöhe eines Super-GAU in Deutschland: 2500 bis 5500 Milliarden Euro für Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden (Das ist das 10- bis 20-fache des jährlichen Bundeshaushaltes.)
  • Höhe der bisherigen Haftpflicht: 2,5 Milliarden Euro (Nur für einen Teil dieser Deckungsvorsorge müssen die Betreiber tatsächlich eine Haftpflichtversicherung nachweisen. – Dieser Betrag deckt weniger als 0,1% der möglichen Schäden!)

Mit Ihrer Unterschrift können Sie dazu beitragen, die Allgemeinheit von den externen Kosten der Atomkraft zu entlasten, die diese an Stelle der privatwirtschaftlich organisieren Atomstrombetreiber trägt.

Das Thema “Ausstieg aus dem Ausstieg” scheint sich die Sommerpause über zu halten - wahrscheinlich wird es bis zur nächsten Bundestagswahl so bleiben. Diesmal: Ulrich Kelber, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender im Interview mit der Zeit.

Angesprochen auf Fehler im Atomausstiegsvertrag, die z.B. RWE durch geschickte Stillegungszeiten für Biblis A einen Weiterbetrieb über die nächste Bundestagswahl hinaus ermöglichen, sagt Kelber:

Sie [die Konzerne] haben die Vorteile aus der Vereinbarung – wie die massive Unterversicherung der Atomkraftwerke und die steuerfreien Milliardenrücklagen – dankend angenommen, und jetzt versuchen sie mit aller Macht, ihren Part – nämlich die Stilllegung von Meilern – nicht einhalten zu müssen.

Angesprochen darauf, ob der Atomausstieg und die Klimaziele der Regierung vereinbar sind, sagt er:

Ja. Frau Merkel widerspricht sich in dieser Frage selbst. … Beim Energiegipfel 2007 gab es drei Szenarien, wie Deutschland eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um 40 Prozent schafft. Zwei gingen vom Atomausstieg aus, eines von der Weiternutzung der Kernenergie. In allen drei Szenarien war das Ziel zu erreichen. Angela Merkel hat ihre Unterschrift unter diese Untersuchungen gesetzt. Aber das war halt, bevor sie das Thema als Wahlkampfthema entdeckte.

Mir fällt dazu nur ein: Auch Kohl hat schon (mindestens) zweimal wegen plötzlich auftretender Alzheimer-Attacken das Erinnerungsvermögen an schwarze Koffer verloren. Das scheint ein bei CDU-Vorsitzenden häufig auftretendes Phänomen zu sein…

Übrigens: Die ZEIT hat auch eine Bildergalerie mit allen laufenden und bereits stillgelegten Kraftwerrken, die in den Atomausstieg einbezogen sind erstellt.

 

Wie die Zeit berichtet, will RWE durch einen längerfristigen Wartungsintervall den Abschalttermin für Biblis A um 4 Monate verschieben, so dass dieser erst nach der Bundestagswahl in 2009 liegt.
Der Konzern hofft auf ein atomstromfreundliches Regierungsbündnis (CDU / FDP) und damit einen “Ausstieg aus dem Ausstieg”, der es ihm ermöglicht den Meiler weiterzubetreiben. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Traum nicht in Erfüllung geht. Es bleibt dabei aber zu befürchten, dass die Atomlobbyisten durch geziehlte Desinformationen die Bevölkerung animieren werden das o.g. Bündniss zu wählen. Argumente dürften dabei der Klimawandel und der angebliche Kostenvorteil des Atomstroms sein.

Die ZEIT berichtet, dass die Forderungen der CDU nach einer Laufzeitverlängerung immer mehr Kritik hervorrufen. Nach Angaben der Zeitung gehört auch die Deutsche Energie-Agentur (DENA) zu diesen Kritikern. DENA-Geschäftsführer Stephan Kohler:

Kernenergie ist nicht sicher, denn es gibt weltweit keinen Reaktor, bei dem bei einem Störfall nicht auch radioaktive Stoffe austreten könnten, und wir haben weltweit keine sicheren Endlager.

Die Bedeutung der Kernkraft für den Klimaschutz werde nach seinen Angaben weit überschätzt.

Es gibt bessere Möglichkeiten wie Energieeffizienz, wie regenerative Energien, wie hocheffiziente Kohle- und Erdgaskraftwerke.

Wurde auch Zeit, dass die Polemik endet und auch in der Politik die Realität einkehr hält. Denn auch die von der CDU als sicher gepriesenen, westeuropäischen Kraftwerke landen regelmäßig in den Schlagzeilen, zuletzt das Kraftwerk Tricastin/Frankreich, bei dem am 7. Juli 2008 uranhaltiges Wasser in Erdreich und umliegende Flüsse gelangte. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorschutz mitteilte lagen die Konzentrationen Tausendfach über den “normalen” Werten. Wirklich sicher scheinen – wie die DENA bereits angegeben hat – auch westeuropäische Reaktoren nicht zu sein. (Und wir reden hier von Normalbetrieb ohne Streik, Attentate, Terrorismus oder Erdbeben…)

Mit der Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) will die Bundesregierung die Bürger von den “zu hohen Subventionen” der Fotovoltaik entlasten. Die Neuregelung soll zum 1. Januar 2009 in Kraft treten und wurde in diesen Tagen vom Bundestag und Bundesrat beschlossen.
Den Kern der Debatte stellten die – vermeintlich zu hohen – Kosten der erneuerbaren Energien dar. So wird den Fotovoltaikherstellern vorgeworfen eine zu hohe Rendite einzuheimsen, statt die Kosten der Module zu senken. Gleichzeitig wird beklagt, dass die Module zum Teil aus Asien importiert werden und damit vor Ort keine Arbeitsplätze schaffen.
Vergessen wurden dabei vermutlich die ursprünglichen Ziele des EEG, nämlich die Erzeugung umweltfreundlicher Energie. Dies ist zwingend erforderlich, so fordert z.B. der NASA-Forscher James E. Hansen bis 2030 den kompletten Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle, um nicht den „Point of no Return“ des Klimawandels zu überschreiten.
Die Kürzung der Förderung für Fotovoltaik ist hier der falsche Weg. Unsere Bundeskanzlerin stellte sich zwar auf dem G8-Gipfel in Heiligendamm als Klimaretterin dar – geschehen ist jedoch nichts. Statt das EEG so umzubauen, dass die Zukunftstechnologie Fotovoltaik eingeschränkt wird, sollte man lieber andere Wege gehen:

  • Eine Abwärmesteuer sollte dazu führen, dass alle neuen Kraftwerke nur noch in Verbindung mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden. Diese sollte dann langfristig für alle Kraftwerke gelten. Damit wird die direkte Auswirkung der Abwärme auf das Klima eingedämmt.
  • Der Emissionshandel muss international aufgestellt werden. Jeder Bürger erhält einheitliche Verschmutzungsrechte die handelbar sind.
    Da eine derartige Einigung bis auf weiteres nicht absehbar ist, sollte eine nationale (ggf. europaweite) CO2-Steuer eingeführt werden.
  • Atomkraftwerke müssen verpflichtet werden, sich in Höhe der geschätzten Schadenssummen zu versichern, statt nur 0,05% dieser Beträge zu versichern.
  • Die Kosten für die Endlagerung und Gesundheitsgefahren sind von den Kraftwerksbetreibern zu tragen.

Wenn die Regierung diese Forderungen erfüllt und somit auf die Subventionierung von Atom- und Kohlestrom verzichtet, kann auch das EEG abgeschafft werden – die konventionellen Energien wären sowieso teurer…

Neben anderen prominenten CDU-Poltikern wirbt auch Wolfgang Kauder, der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, für den “Ausstieg aus dem Ausstieg”:

Das Einzige, was wir direkt beeinflussen können, sind die Strompreise. Deshalb “Wir haben ein ganz klares Ziel: Raus aus der Koalition – rein in die Stabilität”. Die Hälfte unserer Grundlast wird von Kernenergie erzeugt…

Und weiter

Wir wollen den Ausstieg vom Ausstieg. Die Kernkraftwerke müssen länger laufen können. Mehrere große Stromerzeuger haben bereits erklärt, dass sie bereit sind, die zusätzlichen Gewinne aus längeren Laufzeiten an die Kunden zurückzugeben und Strom zu verbilligen.

Generalsekretär Pofalla lies sich sogar zu der Aussage hinreißen:

Kernkraft ist für die CDU Öko-Energie.

Fassen wir einmal zusammen:

  • Die CDU glaubt, mit Atomkraft den Klimawandel zu stoppen.
  • Durch die Verlängerung der Laufzeiten soll der Strompreis sinken.

Was dabei vergessen wird:
Atomkraft ist keine erneuerbare Energie, sondern genau wie andere Energieformen auf einen Energieträger angewiesen. Bei diesem Energieträger handelt es sich zumeist um Uran. Daraus ergeben sich mehrere Probleme:

  1. Mit der Nutzung der Atomkraft zu zivilen Zwecken gehen oft militärische Nutzungen einher.
  2. Die Atomkraft führt – auch ohne einen GAU – zu einer zunehmenden Strahlenbelastung.
  3. In der Nähe von Atomkraftwerken kommt es zu einem Anstieg an Leukämiefällen.
  4. Auch die Uran-Reserven sind endlich. In 2006 ging die Förderung merklich zurück. Zwar stieg die geschätzte Produktion in 2007 wieder auf das Niveau von 2005, wie lange die Reserven noch reichen ist aber, wie bei Öl, Kohle und Erdgas, umstritten.
    In einem Bundestags Infobrief finden sich dazu folgende Angaben:

    Die Jahresproduktion von Natururan lag im Jahr 2004 mit 40.657
    Tonnen deutlich unter dem Verbrauch von 68.000 Tonnen (BGR 2004). Diese Situation
    wird sich jedoch nach Expertenmeinung in nächster Zeit verändern, wenn die militärischen
    Bestände weitgehend abgebaut sein werden (Max 2005). Es wird daher vielfach
    darauf hingewiesen, dass für eine weitere Nutzung der Kernkraft eine baldige Steigerung
    der Kapazitäten im Uranbergbau unabdingbar ist2 (Max 2005).

    Die Studie geht – bei unveränderter Nutzung des Urans – von einer Reichweite der bekannten Vorräte von 47 Jahren (ab 2005) aus. Unter Berücksichtigung vermuteter Reserven könnte die Reichweite auch 166 Jahre betragen. Dies setzt aber auch den Abbau von Quellen mit geringem Urgangehalt voraus, der dazu führt dass die strahlenbelasteten Abbaurückstände mengemmäßig zunehmen.
    Diese Laufzeiten können jedoch nicht eingehalten werden, da neben den USA und Frankreich auch weitere Staaten zusätzliche Atomkraftwerke bauen oder planen. Die Vorräte werden dadurch schneller zur Neige gehen als in der oben genannten Studie vermutet.

  5. Energywatch weist in einem Hintergrundpapier zum Uranpreis auf die in den letzten Jahren massiv gestiegenen Preise hin. Lag der Preis zwischen 1985 und 2004 nahezu unverändert unter 5 $ je Pfund, ist er bis zum Sommer 2007 auf 140 $ angestiegen. Auch hier wird, wie bereits im Bundestagspapier, darauf hingewiesen dass der derzeitige Jahresverbrauch nur zu 2/3 aus Uranabbau gewonnen wird. Dieser Anteil muss auf 100% steigen, da die Reserven nicht mehr lange reichen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass die ganze Aktion der CDU lediglich Wahlkampfzwecken dient. Die Partei versucht den Wählern weiszumachen, dass durch längere Laufzeiten der Atromanlagen tatsächlich ein Rückgang der Energiepreise erreichbar sein könnte. Die dargestellte Preisentwicklung beim Uran, die in den letzten Jahren noch extremere Anstiege als beim Ölpreis zeigte, deutet nicht darauf hin dass dieses Ziel erreicht werden kann.
Die CDU spielt mit dem sozialen Auswirkungen der gestiegenen Preise und versucht damit die Hochrisikotechnologie Atomkraft wieder salonfähig zu machen. Dass darf ihr im Interesse der folgenden Generationen nicht gelingen.

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