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Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen. Alles Große dieser Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss. — Herrmann Greiner

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Nicht nur Tschernobyl und Fukushima, auch zahlreiche andere Reaktorunglücke zeigen uns die Risiken der Atomkraft auf. Schon vor einigen Jahren publizierte Greenpeace einen Kalender mit 365 (Beinahe-)Katastrophen aus Atomkraftwerken “365 Gründe gegen Atomkraft”. Zahlreiche Störfälle und einen Super-GAU später wird heute an zahlreichen Orten gegen die Atomkraft demonstriert. 25 Jahre nach Tschernobyl und angesichts der Katastrophe in Japan wird erneut und vehement der Ausstieg aus der Atomkraft von der Politik eingefordert, den die CDU/ CSU/ FDP-Koalition im letzten Jahr den Interessen der mächtigen Atomstrombetreiber (Vattenfall, eon, EnBW, RWE) geopfert hat.
Also: Auf zum etwas anderen Ostermarsch!

PS: Wer noch Kunde bei einem der genannten Konzerne oder einer der zahlreichen Tochergesellschaften ist, sollte über einen Wechsel nicht nur nachdenken! atomausstieg-selber-machen.de – Wir berichteten über die Kampagne “Tschüss Vattenfall”

Ein kleiner Öl- und Chemikalientanker ist mit 1 Mrd. EUR Haftpflichtversichert, ein deutscher Atommeiler nur mit 2 Mrd. EUR – wie passt das zusammen? Gar nicht, es ist Ausfluss der immer noch andauernden Subventionierung der Atomenergie vom Abbau über den Betrieb bis zur Endlagerung.

Wenigstens im Bereich der Versicherungsdeckung sollte nun, nachdem klar wurde, dass nicht nur in Tschernobyl, sondern auch im westlich geprägten und modernen Japan ein Super-GAU der höchsten Gefahrenstufe auftreten kann, endlich Abhilfe geschaffen werden. Im Bewusstsein, dass wir uns wiederholen daher erneut ein Aufruf zum zeichnen. Dafür gibt es derzeit zwei Kampagnen im Internet – am besten bei beiden mitmachen:

  • ausgestrahlt.de
    Neue Kampagne mit bereits 2.500 Teilnehmern.
  • atomhaftpflicht.de
    Aufruf der Ärzteorganisation IPPNW, der Neuen Richtervereinigung NRV und dem BUND, schon etwas länger im Netz und leider ohne Angabe einer Beteiligung.

Und hier ein neuer Protest der Woche: .ausgestrahlt ruft alle Hamburger (und warum nicht auch Berliner und andere) auf, den Atomkonzernen und insbesondere Vattenfall Tschüß zu sagen.

Hintergrund der neuerlichen Kampagne, die neben der allgemeinen Kampagne atomausstieg-selber-machen.de nun speziell Vattenfall-Kunden anspricht, ist das geplante Wiederanfahren des Skandalreaktors Krümmel (taz). Denn “wer das AKW Krümmel einschaltet, verliert Stromkunden”, so hofft die Kampagne.

Bleibt zu hoffen, dass die neue Kampagne genauso erfolgreich wird, die diejenige nach dem Trafobrand im Jahr 2007. Vattenfall verlor damals nach eigenen Angaben 200.000 Kunden.

Hier ein Kinospot zur Aktion:

Heute fand in Lüneburg ab 18:00 der vermutlich bestbewachte Laternenumzug der Republik statt. Am Bahnhof versammelten sich zunächst 1.000 Menschen, um gegen den anstehenden Castortransport zu demonstrieren. Die kleinsten waren im Kinderwagen unterwegs, die ältesten teilweise im Rollstuhl. Bei der friedlichen Demo, die eher an einen Latenenumzug erinnerte, als an eine (gewaltsame) Demonstration wurde von hunderten von Polizisten begleitet.
Bei der Abschlusskundgebung auf dem Lüneburger Marktplatz waren nach Angaben der Veranstalter 2.500 Menschen dabei. Die Innenstadt war von Polizei, die alle Seitenstraßen hermetisch abgeriegelt hatte, völlig überlaufen. Kein Wunder, dass dabei so viele Überstunden anfallen…

Nachdem wir in mancher Woche zwischenzeitlich nicht einen Protest der Woche veröffentlicht haben – hier gleich zwei:
Zum einen ruft der Verkehrsclub Deutschland dazu auf, gegen die Minderalölwirtschaft zu protestieren und den Gefahren der immer komplizierter werdende Ölförderung vorzugehen. Weiter schreibt der VCD: “Wir brauchen die »grüne« Energiewende! Gerade im Verkehrsbereich ist die Abhängigkeit vom Öl besonders sichtbar − an jeder einzelnen Tankstelle. Es ist Zeit zum Umdenken und Umlenken. Für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik!”

Zum anderen warnt der BUND davor, dass Kanzlerin Merkel während des letzten Vorrundenspiels der deutschen Nationalelf ein Treffen mit den Energiekonzernen abhält, um erneut über Laufzeitverlängerungen zu sprechen. Die Atomkonzerne geben nach wie vor an, dass es sich bei der Atomkraft um eine Brückentechnologie handele, die zum Übergang auf Erneuerbare Energien benötigt würde. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Atomkraft ist viel zu unflexibel um die wetterbedingt schwankenden Stromeinspeisungen der Erneuerbaren Energien zu überbrücken. Dafür wird insbesondere Forschung für neue Speicherkonzepte und die Umstellung von Klein-Blockheizkraftwerken auf stromgesteuerte Produktion notwendig sein.

Am Samstag Protest von Krümmel über Hamburg bis nach Geesthacht!

Bitte unbedingt mitmachen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, will die Bundesregierung die im September auslaufende Genehmigung für die Erkundung des Salzbergwerks Gorleben durch einen Trick verlängern. Statt eines neuen Verfahrens, dass dann auch unter das neue Bergrecht fallen müsste, soll einfach die bestehende Genehmigung verlängert werden. Und das obwohl sich die rechtlichen Rahmenbedingungen erheblich verändert haben und in Auftrag gegebene Gutachten ein derartiges Vorgehen klar verneinen.
Der Grund für das Vorgehen: Durch eine Verlängerung unter den veraltetem Recht wäre eine Bürgerbeteiligung nicht notwendig. Die Regierung ist der Auffassung, dass durch unterirdische Maßnahmen Rechte Dritter nicht berührt werden. Was wohl Anwohner des ehemaligen Stadtarchivs in Köln von einer derartigen Aussage halten?

Heute ein ganz aktueller Protest der Woche: Während der Castor rollt und von mutigen Demonstrantinnen und Demonstranten wider den Willen der Atomlobby verzögert wird, rufen wir dazu auf den Atomstrom auf anderen Wege den Garaus zu machen!

Zwei Schritte sind dazu notwendig. Der erste von beiden ist relativ bekannt, soll an dieser Stelle dennoch wiederholt werden: Wechselt euren Stromanbieter und kehrt e.on, RWE, Vattenfall und ENBW den Rücken! Gute Alternativen sind hier zum Beispiel die EWS Schönau, Naturstrom AG und Greenpeace Energy.

Der zweite Schritt ist weniger bekannt aber sogar noch wichtiger. Produziert selber grünen Strom. Nach Möglichkeit mehr als ihr selber benötigt. Denn nur so kann für alle Bürger der Strommix verbessert werden und ein entscheidender Beitrag zum Abschalten von Atom- und Kohlestromanlagen erreicht werden. Denn: Erneuerbare Energien haben Vorrang im Stromnetz – andere Betreiber müssen Ihre Leistung drosseln, wenn es erneuerbare Energie gibt.
Es gibt zahlreiche Projekte, mit denen dies möglich ist. Eine genossenschaftliche Investition ist z. B. mit der Genossenschaft Justa-Tero im Archiv.org möglich.

Jetzt aktiv werden und die Atomkraftwerke und Castoren überflüssig machen!

Während es den Atomkraftwerksbetreibern gelungen ist, durch Stillstandszeiten in den Kraftwerken die Schließung der Altanlagen bis nach die nächste Bundestagswahl zu verschieben, geht wieder eine Welle des Protestes durch’s Land. Denn: Die Castoren (die diesmal TN85 heißen und französischer Bauart sind) rollen wieder nach Gorleben. Der genaue Termin ist – wie immer – noch unbekannt. Dennoch am Samstag, den 8. November 2008, ruft ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien und Umweltschutzverbänden zu einer Demonstration nach Gorleben auf.
In dem kleinen Ort, wird wie in den Vorjahren eine friedliche Demonstration erwartet, die bereits genehmigt ist. Die Konflikte mit der Polizei werden dann wieder in den Tagen danach folgen, wenn der Castor rollt und Demonstrationen entlang der Strecke verboten werden.

Schluß mit dem Atomkraftirrsinn! Jetzt demonstrieren und zu erneuerbaren Energien wechseln!

Weitere Informationen zum Protest: www.gorleben2008.de

In Lüneburg sind in dieser Woche die Gleisanlagen mit Natodraht und der Beschriftung “Polizeiabsperrung” versehen worden. Die Vorbereitungen für den anstehenden Castor-Transport sind also im vollen Gange.
Wann der Castor tatsächlich kommt ist indes noch nicht klar.

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