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Als ich mit zwölf Jahren zum ersten Mal auftrat, sagten die Leute: Wie ungewöhnlich für sein Alter! Heute sagen sie dasselbe. — Wilhelm Backhaus

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Die Welt moniert die Unregelmäßigkeiten der Stromerzeugung durch die erneuerbaren Energieen Wind und Sonne und freut sich, dass es noch Atom und Kohlestrom gibt…

Kommentar
Der Artikel liest sich, als ob der Autor direkt von der Kohle- und Atomstromlobby bezahlt wurde. Das die derzeitige Netzsituation nicht zukunftsfähig ist, dürfte jedem klar sein. Dass Atomenergie wg. der schlechten Regelbarkeit keine Ergänzug zu den erneuerbaren Energien darstellen kann ebenfalls.
Im Winter scheint weniger Sonne – und nun? Dem Autor fällt nichts besseres ein, als auf den erneuerbaren Energien rumzuhacken, weil sie eine “Schönwettertechnologie” sind. Tatsächlich fehlt es in unseren Stromnetzen an Speicherkapazitäten und flexiblen (Bio-)Gaskraftwerken, um die Schwankungen der Stromproduktion durch Fotovoltaik und Windkraft auszugleichen. Wenn die Gaskraftwerke dann – sinnvoller Weise auch – für Wärmeerzeugung genutzt werden können die Mindermengen an Solarstrom auch über die Gaskraftwerke ausgeglichen werden, die ja sowieso wg. der notwendigen Heizenergie mehr laufen müssen. Denn leider funktioniert die Sonne dann weder zur Stromerzeugung, noch zur (Außen-)Wärmeerzeugung…

Wie die taz berichtet, hat der CDU-Landrat Herrmann Bröring im Emsland die Genehmigung für einen Geflügelmastbetrieb nicht vorgenommen. Tierschützer haben in Zusammenarbeit mit einem Umweltrechtler herausgefunden, dass gemäß der Bauvorschriften ein Konzept vorgelegt werden muss, wie die Tiere bei einem Brand gerettet werden können.
Während die Agrarindustrie die Forderung als “weltfremd” abtat, hoffen die Umweltschützer nun damit auch an anderer Stelle Mastbetriebe verhindern zu können.

Kommentar:
Erschreckend, wie wenig der Agrarindustrie ein Tierleben wert ist. Mehr als 20.000 Tiere kamen in den Niederlanden bei Bränden in Geflügelzuchbetrieben in den letzten fünf Jahren je Fall ums Leben! Doch das soll bitteschön die Industriealisierung nicht verhinden, die Forderung sei nämlich “nicht umsetzbar”.
Irrtum, liebe Massentierhalter! Es gibt einen Weg, den Tierschutz in der Landwirtschaft zu erreichen. Wir müssen endlich Weg von den Großbetrieben, zurück zu Familienbetrieben, die sich auch um das Wohl ihrer Tiere und nicht nur um den Geldbeutel sorgen machen…

Wie die Lippische Landeszeitung berichtet, hat Amtsrichter Knöner mehr als 40 Autofahrer in einer Woche von der Last ihrer “Knöllchen” befreit. Er sieht keine Rechtsgrundlage für die Verkehrsüberwachung mit “Starenkästen” und geht wegen eines Interessenkonfliktes der öffentlichen Hand zwischen Geldeinnahmen und Verkehrsüberwachung davon aus, dass viele Kontrollen lediglich zur Generierung von Haushaltsmitteln erfolgen. Dies dürfe seiner Ansicht nach nicht Motiv für die Kontrollen sein.

Kommentar
Leider ist es so, dass nun einmal die Gefahr der Entdeckung kombiniert mit der Höhe der Strafe die Angst vor der Begehung ausmacht. Da Autofahrer recht selten kontrolliert werden bzw. die Kontrollen sogar in Stadtplänen bzw. über Radio angekündigt werden, ist die Kontrollgefahr sehr gering. Gleichzeitig ist Deutschland eines der Länder mit den geringsten Strafen.
Zum Beispiel muss man in der Schweiz ab 11 Km/h innerorts 250,- CHF zahlen und ab 16 Km/h gar mit einer Strafanzeige rechnen…

Wie die Märkische Oderzeitung berichtet, hat niedersachsens Ministerpräsident McAlister gemeinsam mit Bahnchef Grube eine Finanzierungsvereinbarung für die Planung der Y-Trasse unterzeichnet.
Trotz anderslautender Gutachten halten die beiden Projektpartner an dem Milliardenprojekt fest, dass gem. Bahnchef Grube die Fahrzeit von Hannover nach Hamburg um 15 Minuten verkürze und für den Güterverkehr “dringend notwendig” sei.

Kommentar dazu:
Die Milliarden, die hier in die Y-Trasse gesteckt werden sollen, wären bei einem Ausbau der Netzengpässe besser angelegt. Auf der Strecke Harburg-Hannover können trotz der immensen Kosten nach Studien täglich nur 8 Güterzüge mehr fahren, da die ICE nun über Buchholz statt Lüneburg fahren und dafür weniger Güterzüge die Strecke über Buchholz nutzen können.
Nadelöhre, wie die zweigleisige Strecke Harburg-Uelzen, die Bahnhöfe Harburg und Bremen bleiben auch mit der Y-Trasse bestehen.
Da in Bremen faktisch – wg. einer Kreuzung im Einfahrtsbereich in den Bahnhof – nur ein Gleis für Güterzüge aus Richtung Oldenburg und somit der niedersächsichen Häfen zur Verfügung steht ist auch hier die Y-Trasse ein reines Prestigeprojekt, das für den Eisenbahnverkehr nichts bringt außer einer minimalen Fahrzeitverkürzung zwischen Hamburg und Hannover.
Diese wäre evtl. auch über eine Streckensanierung zu erreichen, die im übrigen nicht zur Folge hätte, dass Lüneburg, Uelzen und Celle vom Fernverkehr weiter abgehängt werden.

In einem Selbstversuch übt sich ein Redakteur des tagesspiegels als Radfahrer in Berlin. Er erlebt dabei manch brenzlige Situation. In den meisten Fällen nehmen Autofahrer die Vorfahrt, vieles ließe sich jedoch auch mit besserer Wegeplanung beheben.
Der Autor deckt auch auf, dass viele der Gerüchte, wie “die meisten Unfälle entstehen durch Radfahrer ohne Licht”, schlichtweg nicht stimmen (= Anteil: 1%). Dann bedauert er noch, dass er keine Hupe hat.

Doch: Es gibt auch Hupen für Radler
Zwar in Deutschland nicht zugelassen aber u.a. in der hier im Text beschriebenen Situation hilfreich: Airzound

Damit kann man auch die Vorfahrt nehmenden Autofahrer vorwarnen (bzw. sich bei diesen beschweren) und bekommt ggf. sogar die Vorfahrt, wo sie einem zusteht…

Während des Castor-Transportes 2010, der nach der unsäglichen Entscheidung der Bundesregierung die Laufzeiten der Atommeiler um 12 bis 30* Jahre zu verlängern, kommt es erwartungsgemäß zu den bisher größten Protesten gegen den Castortransport. Das dabei die Staatsgewalt nicht immer mit fairen Mitteln kämpft wird klar, wenn man sich die Fotos der Tränengas-, Wasserwerfer- und Schlagstockeinsätze der Polizei ansieht und auf der anderen Seite (im Castor-Ticker der taz) in einer Stellungnahme der Polizei erfährt, dass die Gewalt gegen Polizeibeamte zunehmen soll.
Was ist denn in Augen der Polizei Gewalt gegen die einzelnen Beamten?
Vielleicht wenn ein Castor-Gegner auf der Schiene sitzt, oder eine Straße blockiert und nicht freiwillig geht, sondern weggetragen werden muss? Oder etwa wenn Demonstranten durch Polizeiabsperrungen “hindurchgleiten”?
Ein Bild, bei dem Demonstraten mit Schlagstöcken auf die Bematen losgehen konnte bisher zumindest noch nicht gesichtet werden…

* Die Zahl 30 Jahre ist eine Schätzung, was passiert, wenn die Meiler, die noch 14 weitere Jahre (unter dauerhafter Vollast) weiterbetriebenwerden dürfen nicht nur wie bisher zu 70% ausgelastet sind (= 20 Jahre), sondern wegen der zunehmenden Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bzw. technischen Problemen oder fehlendem Kühlwasser im Sommer nur noch mit 46% der theoretischen Auslastung betrieben werden.

Die taz berichtet über verschiedene Kritiker der Bahn und spricht von Hassliebe und gekränkter Zuneigung.

Tja, wieso Hassliebe?
Wahrscheinlich, weil die meisten Bahnnutzer erkannt haben, dass die Bahn als Verkehrsmittel besser (umweltfreundlicher, gemütlicher, schneller…) als das Auto ist. Andererseits stellen Sie sich dabei eine Bahn vor, die stets pünktlich, mit einfachen Tarif, mit verlässlichem (= regelmäßigem) Taktfahrplan, aufgeräumt mit funktionierenden Einrichtungen und freundlich ist.
Dennoch bleibt man im Zug, da es ja keine andere Alternative als das böse Auto gibt… (Sonst hätte die Bahn mit Ihren Pannenserien auch echte Probleme, was die Kundschaft angeht!)

PS: Ein weiterer Verband fehlt in der Aufstellung der taz: Der ökologische Verkehrsclub VCD, der z.B. mit seinem Bahntest ein fundiert-kritischer Bahnfreund ist.

Im April kündigte Bundesgesundsheitsminister Rösler (FDP) an, den Numerus Clausus für das Medizinstudium zu senken (Spiegel Online), um auch für ländliche Gegenden Mediziner zu gewinnen. In Schleswig-Holstein plant man stattdessen das Medizinstudium in Lübeck vollständig einzustellen (Die Welt). Wissenschaftsminister Jost de Jager (CDU) ließ sich auch nicht auf einen Sparvorschlag der Universität Lübeck ein, nach der die Zahl der Stellen reduziert werden sollte, da dies für die geplanten Einsparungen nicht ausreicht.

Und nun? Wollen die Politiker Bildung fördern und mehr Ärtzenachwuchs erhalten, wie in diversen Medien verbreitet? Oder wird das Geld dafür lieber eingespart? Hauptsache die Diätenerhöhung klappt wie jedes Jahr???

Nach Angaben der Verkehrsrundschau hat Hunold am Freitag letzter Woche einen Brief an Ex-Bundespräsident Köhler übermittelt, um sich über dessen Aussagen zur Kostenwahrheit zu beschwerden. Nach Ansicht Hunolds, Chef der Fluggesellschaft Air Berlin, trage der Luftverkehr bereits alle seine Kosten selbst.

Kommentar
Komisch, denn die Fluggesellschaften kommen nicht nur ohne Kerosinsteuer aus. Auch sind viele (Regional-)Flughäfen verlustreich und werden nur durch Subventionen der öffentlichen Hand am Leben erhalten.
Dazu kommen Umsatzsteuerbefreiung für Flüge außerhalb Deutschlands, Grundsteuerbefreiung für die Flughäfen…

Wo da die Kostenwahrheit sein soll ist fraglich. Denn jeder Zugkilometer in Deutschland kostet Streckenpreise, die an den Netzbetreiber abgeliefert werden müssen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung startet heute den Wahl-o-Mat zur Europawahl. Es werden sicherlich nicht Esperanto als Sprache für die europäische Zusammenarbeit oder für die Piratenpartei Deutschlands entscheidet, die beide wahrscheinlich nicht ins Europaparlament einziehen werden.

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